Bio-Handel Alnatura steigert Umsatz um 6,6 Prozent

Der Bio-Händler Alnatura hat im Geschäftsjahr 2024/2025 einen Umsatz von 1,274 Milliarden Euro erzielt. Das Unternehmen investiert in ein neues Logistikzentrum in Groß-Rohrheim und baut sein Filialnetz aus. Im Sommer 2026 nimmt das 30.000 Quadratmeter große Lager den Betrieb auf.

Donnerstag, 04. Dezember 2025, 15:01 Uhr
Manuel Glasfort
Im laufenden Geschäftsjahr plant Alnatura insgesamt acht neue Märkte, unter anderem in Ingolstadt, Kiel, Düsseldorf und Berlin. Bildquelle: Alnatura

Der Bio-Händler Alnatura hat im Geschäftsjahr 2024/2025 einen Umsatz von 1,274 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht einem Wachstum von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Unternehmen aus Darmstadt mitteilte. Das Geschäftsjahr endete am 30. September 2025. Angaben zum Gewinn machte Alnatura nicht. Die letzten im Bundesanzeiger verfügbaren Zahlen weisen für das Geschäftsjahr 2021/22 einen Jahresüberschuss von rund 5,5 Millionen Euro bei einem Umsatz von 1,12 Milliarden Euro aus.

Alnatura investiert nach eigenen Angaben in eine neue Logistik und IT-Infrastruktur sowie in den Ausbau der Filialen. Im Sommer 2026 nimmt das Unternehmen ein neues Lager in Groß-Rohrheim in Betrieb. Das Logistikzentrum umfasst 30.000 Quadratmeter und soll die Alnatura-Märkte in ganz Deutschland beliefern. Das bestehende Logistikzentrum in Lorsch bleibt erhalten und versorgt weiterhin die Handelspartner. „Wir freuen uns sehr über das stetig zunehmende Vertrauen“, zitierte das Unternehmen, Gründer und Geschäftsführer Götz Rehn in der Mitteilung. „Daher bündeln wir unsere Kräfte und investieren gezielt in eine zukunftsfähige Logistik und IT-Infrastruktur und in den Ausbau unserer Alnatura Super Natur Märkte“, heißt es weiter.

Bis Ostern 2026 stellt Alnatura sein Warenwirtschaftssystem von SAP ECC auf SAP S/4 HANA um. Zudem baut das Unternehmen eine Plattform auf, über die Kunden Alnatura über alle Kanäle vernetzt erleben können, wie es in der Mitteilung heißt. Im vergangenen Geschäftsjahr investierte Alnatura den Angaben zufolge stark in das Filialnetz. Es gab acht große Umbauten an Standorten in Frankfurt, Freiburg, Karlsruhe, Kriftel, Leipzig und München. In Düsseldorf eröffnete der dritte Alnatura-Markt, in Koblenz zog eine Filiale an einen neuen Standort mit größerer Ladenfläche.

Alnatura plant acht neue Märkte

Im laufenden Geschäftsjahr plant Alnatura insgesamt acht neue Märkte, unter anderem in Ingolstadt, Kiel, Düsseldorf und Berlin. In Hamburg-Barmbek eröffnete am 4. Dezember 2025 ein neuer Alnatura-Markt, der neunte in Hamburg. Das Bundesland mit den meisten Alnatura-Filialen bleibt Baden-Württemberg mit 37 Standorten, gefolgt von Bayern mit 24, Hessen mit 21, Nordrhein-Westfalen mit 20 und Berlin mit 19 Standorten. Im vergangenen Geschäftsjahr stattete Alnatura 40 Standorte mit Self-Checkout-Kassen aus.

Die Bio-Bauern-Initiative von Alnatura hat seit 2015 nach Angaben des Unternehmens 131 Höfe bei der Umstellung auf Bio-Landwirtschaft finanziell unterstützt. Dadurch werden rund 21.000 Hektar biologisch bewirtschaftet. Bundesumweltminister Carsten Schneider übernahm im November 2025 die Schirmherrschaft für das Projekt. Die Zahl der Mitarbeiter stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um fünf Prozent auf 3.718. Die Ausbildungsquote lag bei 6,5 Prozent. Den Mindestlohn erhöhte Alnatura im Oktober von 14,50 Euro auf 15,00 Euro.

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