Der Lebensmittel-Lieferdienst Picnic hat in einer neuen Finanzierungsrunde 430 Millionen Euro von seinen Bestandsinvestoren erhalten. Das Geld stammt von Edeka, der Bill und Melinda Gates Stiftung, der Investmentgesellschaft Hoyberg und NPM Capital. Das teilte das niederländische Unternehmen mit. Erst Anfang 2024 hatte es in einer Finanzierungsrunde 355 Millionen Euro für Picnic gegeben, davon 230 Millionen Euro von Edeka.
Region um Dresden und Halle zurzeit im Fokus
Einen Großteil der Mittel will Picnic für die Expansion in Deutschland ausgeben, so Picnic-Chef Michiel Muller. Der Lieferdienst kümmert sich im Rahmen seiner Expansionsstrategie zurzeit intensiv um die Region um Dresden und Halle. Leipzig und Chemnitz sollen sich demnächst anschließen. Kürzlich nahm das Unternehmen ein Verteilzentrum in der Region in Betrieb.
„Wir möchten auch in Deutschland einen Großteil der Haushalte an der Haustür beliefern können. Daher erfordert es große Investitionen von uns, dort die gleiche Infrastruktur auszurollen wie in den Niederlanden.“ So äußerte sich Muller. „Wir wachsen dort seit dem Start noch stärker als in den Niederlanden“ Die Aussichten seien also positiv. Picnic arbeitet nach eigenen Angaben in den Niederlanden operativ profitabel.
Deutschland zweitgrößter Einzelmarkt
Picnic wurde 2015 gegründet und ist seit 2018 in Deutschland tätig. Edeka beteiligt sich seit dem Markteintritt. Der Anteil an Picnic soll bei rund 27 Prozent liegen. Edeka steuert den Großteil der Sortimente bei.
Deutschland ist mit knapp 600 Millionen Euro Netto-Umsatz zum zweitgrößten Einzelmarkt nach den Niederlanden geworden. Frankreich steht an dritter Stelle.
