Streit mit AB InBev Edeka reduziert Bestellungen bekannter Biermarken

Zwischen Edeka und der Brauereigruppe AB InBev ist ein Konflikt über Preiserhöhungen entbrannt. Bei zehn bekannten Biermarken hat Edeka die Bestellmengen reduziert – die Regale sollen dennoch gefüllt bleiben.

Mittwoch, 12. November 2025, 12:02 Uhr
Theresa Kalmer
Edeka gibt Entwarnung: Kunden müssten keine leeren Bier-Regale befürchten. Bildquelle: Getty Images

Zwischen Edeka und der Brauereigruppe AB InBev gibt es derzeit Spannungen in den Preisverhandlungen. Wie Edeka auf Anfrage der Lebensmittel Praxis bestätigt, wurden bei zehn Marken des Herstellers die Bestellvolumen reduziert. Es sollen unter anderem bekannte Marken wie Beck’s, Franziskaner, Corona, Hasseröder und Spaten betroffen sein. 

AB InBev hat sich noch nicht geäußert

„Wir haben noch genügend Ware auf Lager. Die Kunden werden die Marken weiterhin in unseren Märkten finden“, heißt es von Edeka. Hintergrund der Maßnahme ist demnach eine Auseinandersetzung zwischen der europäischen Einkaufsorganisation Everest, zu der auch Edeka gehört, und dem globalen Getränkekonzern AB InBev.

Nach Edeka-Angaben fordert AB InBev „eine drastische Preiserhöhung in Höhe von mehreren Millionen Euro“. Diese sei „nicht durch tatsächliche Kostensteigerungen in der Produktion gedeckt“, sondern „reine Spekulation“. Im Sinne der Verbraucher wolle Edeka diese Forderung nicht akzeptieren. „Die beteiligten europäischen Handelsunternehmen haben deshalb entschieden, ihre Bestellmengen von bestimmten Produkten von AB InBev zu reduzieren. Wir stehen aber weiterhin in Gesprächen mit dem Lieferanten und streben eine Einigung zu vertretbaren Preisen an“, so Edeka weiter.

AB InBev will sich auf Anfrage der Lebensmittel Praxis nicht äußern. „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir zu Medienberichten grundsätzlich keine Stellung nehmen“, heißt es aus der Pressestelle.

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