Rossmann schaltet sich direkt in die niedersächsische Landespolitik ein und macht sich für klare, verbindliche Regelungen zur privaten Smartphone-Nutzung an Schulen in diesem Bundesland stark. Niedersachsen steht nach Unternehmensangaben im Fokus, weil in anderen Bundesländern und europäischen Ländern verbindliche Regelungen längst eingeführt seien. Das führt nach Auffassung von Rossmann zu einer unklaren Verantwortungsverteilung zwischen Eltern, Schulen, Politik und Gesellschaft.
Kampagne läuft bis Ende November
Die Kampagnenmotive von Rossmann sind bis Ende November im Großraum Hannover sowie auf digitalen Displays ausgewählter Rossmann-Filialen in Hannover zu sehen. Aus Sicht des Unternehmens ist die Belastung von Schülern, Eltern und Lehrkräften durch den ständigen digitalen Begleiter so gravierend, dass ein entschlossenes Handeln nicht länger aufgeschoben werden dürfe.
Die Probleme an deutschen Schulen gehen aus Sicht von Rossmann weit über den Einsatz neuer Technologien hinaus. Kinder und Jugendliche seien permanent erreichbar, unterlägen dem Einfluss sozialer Medien und seien zunehmend mit bedenklichen Inhalten konfrontiert – von KI-generierten Hausaufgaben über Falschnachrichten bis hin zu Mobbing und sexueller Belästigung. Die Trennung zwischen privatem und schulischem Medienkonsum verschwimme, was sich nachweislich negativ auf Konzentration, Wohlbefinden und Lernerfolg auswirke
Rossmann stützt sich auf Nationale Akademie
Rossmann stützt sich auf die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Die fordert dringend die Einrichtung von handyfreien Zeiten und Zonen bis zur 10. Klasse, um Schulen als geschützte Lernorte zu erhalten. Raoul Roßmann, Sprecher der Rossmann-Geschäftsführung, betont: „Wenn selbst eines der höchsten wissenschaftlichen Beratungsgremien empfiehlt, Schulen bis Klasse 10 als handyfreie Räume zu gestalten, stellt sich die Frage, worauf die Landespolitik in Niedersachsen noch wartet.“
Für die Kampagne in Niedersachsen hat Rossmann wichtige regionale Unterstützer gewonnen: das Kinderkrankenhaus Auf der Bult, die Elterninitiative Smarter Start ab 14, die Suchtfachstelle Return sowie Bildungsexpertin Silke Müller, langjährige Schulleiterin und erste Digitalbotschafterin Niedersachsens.
Zusätzlich läuft bundesweite Kampagne
Bundesweit setzt sich Rossmann im Zuge der Kampagne „Lass dein Kind nicht allein im digitalen Raum!“ für einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien und mehr Schutz im Schulalltag ein. Unterstützt wird diese Initiative von einem breiten Bündnis. Darunter sind das Deutsche Kinderhilfswerk, Children for a better world und Nummer gegen Kummer. Im Mittelpunkt stehen Medienkompetenz, gesundes Aufwachsen und konkrete Hilfsangebote für Familien.
