Gemüsekonsum Feldsalat-Nachfrage sinkt trotz Anbau-Boom in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg hat sich zu einer führenden Anbauregion für Feldsalat in Deutschland entwickelt. Die Nachfrage der Verbraucher ist jedoch rückläufig. Trotz sinkender Verkaufszahlen steigen die Preise für das Wintergemüse.

Montag, 27. Oktober 2025, 11:09 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Rapunzel-, Acker-, Vogerl-, Nüssli- und Mausohrsalat, Schafsmäulchen oder Sonnenwirbele: Feldsalat ist unter vielen Namen bekannt. Bildquelle: Getty Images

Baden-Württemberg hat sich zu einer der wichtigsten Anbauregionen für Feldsalat in Deutschland entwickelt. Das Land bewirtschaftet 626 Hektar Freilandfläche und weitere 64 Hektar unter Glas oder Folie für den Anbau des Wintergemüses, wie das Agrarministerium in Stuttgart mitteilte.

Die Nachfrage nach Feldsalat ist allerdings rückläufig. Die privaten Haushalte in Deutschland haben 2024 rund 5 Prozent weniger Feldsalat gekauft als im Jahr zuvor, teilte die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft in Bonn mit. Seit dem Ende der Corona-Pandemie sinken die Einkaufsmengen kontinuierlich. Gleichzeitig steigen die Preise: Im September 2025 zahlten Verbraucher durchschnittlich 9,92 Euro pro Kilogramm – 9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Für die Landwirte bleibt der Feldsalat dennoch eine attraktive Kulturpflanze. Das Gemüse bietet nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft eine hohe Ertragsstabilität und lässt sich auch bei ungünstigen Wetterbedingungen anbauen. Die Haupterntezeit liegt zwischen Mitte November und Mitte April. Der geschützte Anbau unter Glas und Folie ermöglicht dabei eine sichere Ernte im Winter.

Im Freilandanbau in Baden-Württemberg steht Feldsalat an fünfter Stelle der Anbauflächen. Spargel belegt hier den ersten Platz. Bei den geschützten Anbauflächen unter Glas oder Folie liegt Feldsalat auf dem zweiten Platz hinter Tomaten, wie das Agrarministerium mitteilte.

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