Der Gesundheitsmarkt in Deutschland wächst weiter. Die Verbraucher kaufen immer mehr rezeptfreie Gesundheitsprodukte, wie eine aktuelle Studie des Gesundheitsunternehmens Wind Star Medical zeigt. Die Zahl der durchschnittlich gekauften Produkte hat sich von 5,4 im Jahr 2021 auf 10,14 im Jahr 2025 nahezu verdoppelt.
Online-Anbieter immer beliebter
Die Drogeriemärkte bleiben mit 68 Prozent der wichtigste Vertriebskanal für rezeptfreie Gesundheitsprodukte, verlieren aber im Vergleich zum Vorjahr 4 Prozentpunkte. Die Apotheken folgen mit 42 Prozent auf Platz zwei. Nur 16 Prozent der Befragten sehen die Apotheke künftig als primäre Anlaufstelle für rezeptfreie Gesundheitsprodukte. Die Online-Anbieter gewinnen das vierte Jahr in Folge an Beliebtheit, wie Wind Star Medical mitteilte.
Im Ranking der beliebtesten Händler führt dm mit 54 Prozent, verliert aber 3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Der Online-Shop von dm legte dagegen um 4 Prozentpunkte auf 24 Prozent zu. Rossmann folgt mit 45 Prozent auf Platz zwei. Amazon steigerte sich um 5 Prozentpunkte auf 32 Prozent, die Shop-Apotheke um 4 Prozentpunkte auf 22 Prozent.
Vitamine und Mineralstoffe am gefragtesten
Die Verbraucher informieren sich laut der Studie verstärkt im Internet über Gesundheitsthemen. Rund zwei Drittel nutzen das Internet als primäre Informationsquelle, ein Plus von 3 Prozentpunkten zum Vorjahr. 60 Prozent fühlen sich gut über die Wirkung verschiedener Inhaltsstoffe informiert. Zwei Drittel der Befragten kaufen Gesundheitsprodukte präventiv. 54 Prozent achten nach eigenen Angaben auf Qualität und nehmen dafür höhere Preise in Kauf.
Die Preissensitivität der Verbraucher hat im Vergleich zu 2023 deutlich abgenommen. Während damals 76 Prozent verstärkt Angebote wählten, sind es aktuell nur noch 44 Prozent. 23 Prozent der Befragten gaben an, wenn möglich nicht mehr in der Apotheke zu kaufen, um Geld zu sparen. Dies entspricht einem Anstieg von 6 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Am häufigsten landen Vitamine und Mineralstoffe im Warenkorb, gefolgt von Erkältungsprodukten und Wundtherapeutika, wie Wind Star Medical mitteilte.
