Der Onlinehandel in Deutschland hat im dritten Quartal 2025 ein Umsatzplus von 2,8 Prozent auf knapp 18 Milliarden Euro erzielt. Dies teilte der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH) mit.
Onlinehandel mit Medikamenten mit klarem Plus
Besonders stark wuchs der Onlinehandel mit Gütern des täglichen Bedarfs. Die Umsätze in diesem Segment stiegen um 8,1 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Den stärksten Zuwachs verzeichneten dabei Drogerie- und Parfümeriewaren mit einem Plus von 11,1 Prozent. Der Onlinehandel mit Medikamenten legte um 8,6 Prozent auf 474 Millionen Euro zu. „E-Commerce wächst gerade in den Kategorien, bei denen noch eine hohe Dichte an stationären Verkaufspunkten besteht“, erklärte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Martin Groß-Albenhausen.
Rückläufig entwickelte sich dagegen das Geschäft mit Computern, Software und Spielen. Die Umsätze in diesem Bereich sanken um 7,7 Prozent. Die gesamte Warengruppe Unterhaltung, zu der auch Bücher und Elektronik gehören, verzeichnete einen leichten Rückgang um 0,3 Prozent auf rund 5 Milliarden Euro.
Asiatische Händler steigern Marktanteil
Anbieter aus Asien bauten ihre Position im deutschen Onlinehandel weiter aus. Sie steigerten ihre Umsätze um 7 Prozent und erreichten einen Marktanteil von 4,9 Prozent. Dies sei ein Indikator für die anhaltende Sparneigung der Verbraucher, teilte der BEVH mit. Auch der Handel mit gebrauchten Waren im Internet legte deutlich zu – um 27,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.
Online-Marktplätze dominierten weiterhin den E-Commerce. Ihr Umsatz stieg um 4,8 Prozent auf knapp 9,8 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Marktanteil von 54,4 Prozent. Unabhängige Onlinehändler mussten hingegen Umsatzrückgänge hinnehmen. Der Verkauf von digitalen Dienstleistungen wie Tickets und Reisen wuchs um 8,1 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro.
