Spar Schweiz geht voran Kommen bald Kryptowährungen an deutschen Kassen?

Der Lebensmittelhändler Spar, der auch in Deutschland vereinzelt vertreten ist, führt in der Schweiz Kryptowährungen als Zahlungsmittel ein. In rund 100 Märkten können Kunden bereits mit Bitcoin, Ethereum und anderen digitalen Währungen einkaufen. Das hat womöglich eine Signalwirkung für Deutschland.

Dienstag, 19. August 2025, 12:31 Uhr
Thomas Klaus und Julia Krone
Freie Fahrt für Kryptowährungen? In Deutschland kann bisher nicht im Lebensmitteleinzelhandel mit Kryptowährungen gezahlt werden. Doch das kann sich ändern. Bildquelle: Getty Images

Der auch in Deutschland vereinzelt vertretene Lebensmittelhändler Spar ermöglicht in der Schweiz das Bezahlen mit Kryptowährungen. In rund 100 Märkten können Kunden bereits mit Bitcoin oder Ethereum sowie weiteren digitalen Währungen einkaufen, wie das Unternehmen mitteilte. In 40 weiteren Filialen läuft die Installation derzeit.

Ketten in Kroatien und den USA lassen Kryptowährungen zu

Kryptowährungen kommen ohne Zwischeninstanzen wie Zentralbanken, anderen Banken oder Staaten aus. Der Handel findet ausschließlich zwischen zwei Parteien statt.

In Deutschland kann bisher nicht im Lebensmitteleinzelhandel mit Kryptowährungen gezahlt werden. Möglich ist das hingegen in der Supermarktkette Konzum in Kroatien und den Supermarktketten Whole Foods und Nordstrom in den USA. Vereinzelt lässt sich in Deutschland in gastronomischen Betrieben mit Kryptowährungen bezahlen.

Zusammenarbeit mit Kryptobörse Binance

Spar will den Service künftig in der Schweiz flächendeckend anbieten. Neben Bitcoin und Ethereum akzeptiert der Händler auch USDC, DAI, USDT sowie die dezentralen Stablecoins dEuro und ZCHF. Das Unternehmen unterstützt verschiedene Wallets, darunter Wallet of Satoshi, Phoenix und Cake Wallet.

Für die Umsetzung stattete Spar die Kassen mit einer speziellen App aus. QR-Codes weisen auf die neue Zahlungsmöglichkeit hin. Kunden geben die Zahlung über eine kompatible Wallet-App frei. „Der Ablauf entspricht gängigen mobilen Bezahlverfahren“, erklärte das Unternehmen.

Spar arbeitet bei diesem Projekt mit dem Fintech-Unternehmen DFX.swiss und der weltweit größten Kryptobörse Binance zusammen. Durch die Integration von Binance Pay können Kunden auch über die Binance-App ohne Netzwerkgebühren bezahlen.

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