In Supermärkten in Regensburg hat die Protestorganisation Neue Generation, die aus der Klimaschutzbewegung Letzte Generation hervorging, Produkte der Unternehmensgruppe Theo Müller beklebt. Die Aufkleber trugen den Hinweis „AfD, unterstützt durch Müller“. Die Aktion richtet sich gegen angebliche Verbindungen des Unternehmers Theo Müller zur AfD und soll bundesweit ausgerollt werden.
Müller bezeichnete Weidel als Freundin
Der Unternehmer bestätigte im Jahr 2023 gegenüber der „Neuen Zürcher Zeitung“ gelegentliche private Treffen mit der AfD-Spitzenpolitikerin Alice Weidel. Er bezeichnete Weidel als „Freundin“ und sah keinen Anlass zur Distanzierung von der Partei, die das Bundesamt für Verfassungsschutz unlängst als „gesichert rechtsextremistisch“ einstufte. Schließlich sei die Partei nicht verboten und wirke bei der Willensbildung des Volkes mit. Allerdings betonte Müller, dass er rechtsextremistische Ideologie entschieden ablehne.
Forderung nach friedlicher demokratischer Revolution
Die Supermarkt-Proteste sollen auf eine angebliche Beschädigung der Demokratie durch eine „Allianz der Rechten und Reichen“ aufmerksam machen. Nach eigenen Angaben fordert die Neue Generation „ein neues Betriebssystem für die Demokratie: für eine neue, echte Demokratie und eine neue Welt der Mitbestimmung, Fürsorge, Gemeinschaft und Gerechtigkeit“. Erforderlich sei eine „friedliche demokratische Revolution“.
Erst im März Protestaktion gegen Müller
Im März 2025 hatte die Neue Generation bereits eine andere Protestaktion gegen die Unternehmensgruppe Theo Müller durchgeführt und den Standort in Aretsried bei Augsburg mit blauer Farbe besprüht. Damals hatte das Unternehmen auf Anfrage der Lebensmittel Praxis mitgeteilt, dass es diese und ähnliche Protestaktionen unkommentiert lassen wolle.
Neue Generation mit eigenem so genanntem Parlament
Vom 30. Mai bis 1. Juni hatte die Neue Generation auf der Bundestagswiese in Berlin zum ersten Mal ein sogenanntes Parlament der Menschen organisiert. Die Teilnehmer wurden ausgelost. Diese Parlamentsversammlungen sollen fortan regelmäßig stattfinden.
Die Letzte Generation hatte Ende 2024 ihren Namen abgelegt, weil mittlerweile nicht mehr mit Sicherheit gesagt werden könne, dass die heute Lebenden die letzte Generation vor den Klima-Kipppunkten sei.
