Ein breites Bündnis aus Wirtschaft, Verbänden, Politik und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat eine Initiative zur Stärkung des Start-up-Standorts Deutschland gestartet. Die sogenannte WIN-Initiative (Wachstums- und Innovationskapital für Deutschland) soll die Rahmenbedingungen für Wachstums- und Innovationsfinanzierung verbessern, wie die KfW mitteilte.
Auf dem Startup Germany Summit unterzeichneten die Beteiligten eine Absichtserklärung. Die teilnehmenden Unternehmen wollen bis 2030 rund 12 Milliarden Euro in die Stärkung des deutschen Wagniskapital-Ökosystems investieren, heißt es in der Mitteilung. Zu den Unternehmen gehören unter anderem große Versicherer wie Allianz, Axa und Debeka, Banken wie die Deutsche Bank und Commerzbank sowie Konzerne wie Henkel oder Telekom.
„Die WIN-Initiative ist eine richtig gute Nachricht für unsere Startups und den Standort Deutschland“, zitierte die KfW Bundeskanzler Olaf Scholz. Die Initiative ziele darauf ab, private Investitionen in Wagniskapital, Start-ups und Innovationstechnologien zu mobilisieren.
Lindner setzt auf marktwirtschaftlichen Wettbewerb
Bundesfinanzminister Christian Lindner, der die Initiative angeregt hatte, betonte: „Was wir nicht brauchen, sind immer neue Subventionen und aus der Politik heraus gelenkte wirtschaftliche Entscheidungen.“ Deutschland benötige stattdessen Unternehmen, die mit Innovationen im marktwirtschaftlichen Wettbewerb bestehen.
Die Initiative umfasst ein 10-Punkte-Maßnahmenpaket. Dazu gehören laut KfW der Ausbau von Kooperationen zwischen Hochschulen, Investoren und Unternehmen sowie die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Börsengänge. Das Bundesfinanzministerium hat nach eigenen Angaben erste Einzelmaßnahmen bereits mit dem Referentenentwurf für das Zweite Zukunftsfinanzierungsgesetz auf den Weg gebracht.
