Gentechnik Unternehmen kämpfen für deutliche Kennzeichnung

Zum 15-jährigen Bestehen des „Ohne GenTechnik“-Siegels haben führende Vertreter der Lebensmittelbranche einen dringenden Appell an die EU-Agrarminister gerichtet. Sie fordern, dass alle Produkte, die mit neuer Gentechnik hergestellt wurden, deutlich gekennzeichnet und rückverfolgbar bleiben.

Donnerstag, 20. Juni 2024, 17:00 Uhr
Julia Krone
Bildquelle: Mehdi Bahmed/Concept Photography Berlin

Die Chefs von Frosta und der Molkerei Berchtesgadener Land sowie weiterer führender Unternehmen wie Alb-Gold und dm haben den den Appell in einem Offenen Brief vorgestellt. In diesem Brief drängen sie darauf, dass die bestehenden Regeln zum Schutz vor gentechnisch veränderten Lebensmitteln nicht gelockert werden.

Bernhard Pointner von Berchtesgadener Land betonte: „Im Dienst von Verbraucherschutz und fairem Wettbewerb stellen wir uns gegen die Gentechnik-Pläne der EU-Kommission.“ Felix Ahlers von Frosta ergänzte: „Transparenz schafft Vertrauen. Jeder sollte wissen, was er isst.“

Die Pläne der EU-Kommission, die Kennzeichnung neuer Gentechnik in Lebensmitteln zu lockern, stehen in der Kritik, da sie die Wahlfreiheit der Verbraucher beeinträchtigen könnten. Der Offene Brief ist bereits in acht EU-Sprachen verfügbar und wird von weiteren Unternehmen unterstützt. Die Entscheidung darüber liegt nun bei den EU-Agrarministern, von denen eine schnelle Einigung nicht erwartet wird.

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