Kosmetik Douglas plant Börsen-Comeback

Die Parfümeriekette Douglas arbeitet auf eine baldige Rückkehr an die Börse hin. Um den Prozess in die Wege zu leiten sei es denkbar, dass Douglas dies noch im Laufe des Februars offiziell ankündigen wird.

Dienstag, 06. Februar 2024 - Handel
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Douglas plant Börsen-Comeback
Bildquelle: Douglas

In der Regel liegen zwischen der Ankündigung und der Notierung der Aktien etwa vier Wochen. Ein Börsengang wäre demnach noch vor Ostern möglich. Dem Vernehmen nach sollen neue Aktien im Wert von rund einer Milliarde Euro ausgegeben werden, meldet dpa. Der Finanzinvestor Advent und die Gründerfamilie Kreke als Minderheitsaktionär hatten Douglas 2013 von der Börse genommen, um das Unternehmen neu auszurichten.

Analyst Volker Bosse von der Baader Bank warnt vor möglichen geopolitischen Konflikten, die das Interesse von Investoren beeinträchtigen und die Einnahmen reduzieren könnten. Trotzdem sieht er gute Chancen für einen erfolgreichen Börsengang und glaubt, dass Douglas besser positioniert ist als zum Zeitpunkt seines Rückzugs von der Börse. Das Unternehmen habe sich positiv entwickelt, sein Online-Geschäft ausgebaut und sein Portfolio optimiert. Obwohl die Verbraucherstimmung nicht optimal sei, befinde sich der DAX in einer guten Verfassung, und es gebe derzeit wenig Konkurrenz bei Börsengängen, was die Aufmerksamkeit für Douglas erhöhen würde.

Trotz der Zurückhaltung der Verbraucher im stationären Einzelhandel erzielte Douglas herausragende Ergebnisse. Im Geschäftsjahr 2022/2023 steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 12,1 Prozent auf vier Milliarden Euro und kehrte nach einem Vorjahresverlust von 313,8 Millionen Euro mit einem Nettogewinn von 16,7 Millionen Euro in die Gewinnzone zurück. Douglas plant, bis 2026 einen Umsatz von fünf Milliarden Euro zu erreichen und betreibt derzeit 1.850 Filialen in 22 europäischen Ländern mit rund 18.000 Mitarbeitern. Etwa ein Drittel seines Umsatzes wird online generiert. Die Expansionspläne des Unternehmens sehen vor, bis zum Ende des Geschäftsjahres 2025/2026 mehr als 200 neue Standorte zu eröffnen, wobei fast die Hälfte in Mittelosteuropa liegen sollen, sowie die Modernisierung von 400 bestehenden Filialen.

Während der Corona-Pandemie im Jahr 2021 musste Douglas aufgrund der verstärkten Online-Umsätze Hunderte seiner Geschäfte in Europa schließen, darunter etwa 60 in Deutschland. Eine geplante Rückkehr an die Börse im Jahr 2015 wurde aufgrund der Übernahme der Mehrheitsbeteiligung durch den Finanzinvestor CVC Capital Partners abgebrochen.

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