EHI-Studie Retouren belasten Online-Handel weiter

Trotz großer Bemühungen, die Zahl der Retouren zu verringern, hat der Onlinehandel mit hohen Kosten durch Rücksendungen zu kämpfen. Das geht aus einer Studie des EHI Retail Institute hervor, für die Onlinehändler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt wurden.

Dienstag, 05. Dezember 2023 - Handel
Lebensmittel Praxis
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Bildquelle: Getty Images

Die durchschnittlichen Kosten liegen demnach zwischen fünf und zehn Euro für jeden zurückgeschickten Artikel. Rücksendungen im Bereich Wohnen und Einrichtung sind mit 10 bis 20 Euro wegen ihrer Größe und des höheren Warenwertes besonders teurer. Größter Kostentreiber ist nach Angaben der Befragten, die retournierten Artikel zu überprüfen und auf ihre Qualität zu kontrollieren.

Das Retourenaufkommen ist der Studie zufolge je nach Branche sehr unterschiedlich. Bei Modeprodukten gibt es besonders hohe Quoten von durchschnittlich 26 bis 50 Prozent. Onlinekäufer bestellten häufig mehrere Varianten, um bei der Anprobe zu entscheiden, welches Kleidungsstück ihnen am besten gefalle, schreiben die Studienautoren.

Dies sei Teil des Geschäftsmodells. Viele der retournierten Modeartikel gehen anschließend zurück in den Verkauf.

Im Durchschnitt aller Produktgruppen liegt die artikelbezogene Retourenquote zwischen sechs und zehn Prozent und damit auf einem ähnlichen Niveau wie in den vergangenen Jahren. 58 Prozent der Händler geben an, dass die Quote konstant ist, bei 21 Prozent eher gestiegen, bei 15 Prozent eher gesunken. Die Pandemie hat der Studie zufolge keinen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung genommen.

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