Verbraucherverhalten Inflation verändert den Bio-Handel

Die hohe Inflation hat das Einkaufsverhalten bei Bioprodukten deutlich verändert. „Es wird weiter Bio gekauft – aber billiger“, sagte der Handelsexperte Robert Kecskes vom Marktforschungsunternehmen GfK.

Mittwoch, 28. Juni 2023, 11:18 Uhr
Lebensmittel Praxis
Bildquelle: Bio Company

„Die Bereitschaft, höhere Preise für Bioprodukte zu bezahlen, hat angesichts der allgemeinen Preissteigerungen spürbar abgenommen.“ Gewinner der Entwicklung seien vor allem die Discounter, Verlierer die Bio-Supermärke und Naturkostläden. Während die Bio-Supermärkte und die Naturkostläden im Jahr 2022 laut GfK ein deutliches Umsatzminus von gut 18 Prozent ausweisen, erzielten die Discounter bei Bio-Lebensmitteln und Bio-Getränken ein Plus von gut 11 Prozent.

Die Entwicklung spiegelt sich im Erfolg der Bio-Eigenmarken des Handels, die preislich in der Regel spürbar unter dem Niveau von Markenprodukten liegen. „Die Eigenmarken des Handels spielen im Bio-Bereich eine wesentlich größere Bedeutung als im konventionellen Bereich“, sagte die GfK-Nachhaltigkeitsexpertin Hanna Kehl.

Bei Lebensmitteln und Getränken kommen die Bio-Eigenmarken laut GfK mittlerweile auf einen Marktanteil von über 60 Prozent – mit weiter steigender Tendenz. Bei konventionellen Produkten liege der Marktanteil der Handelsmarken dagegen gerade einmal bei 46 Prozent.

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