Edeka Nord Streik im Zentrallager

An einem Warnstreik im Zentrallager von Edeka Nord im mecklenburgischen Zarrentin/Valluhn haben nach Verdi-Angaben am Montagmorgen rund 100 Mitarbeiter teilgenommen. Auswirkungen auf die Warenversorgung von Edeka-Märkten hätte der Streik nicht, so Edeka. Verdi ist da anderer Meinung.

Dienstag, 15. November 2022 - Handel
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Streik im Zentrallager
Bildquelle: Edeka

Die durchgetakteten Logistikabläufe seien infolge des Warnstreiks in den kommenden Tagen erheblich gestört und werden in den Edeka-Märkten zu spüren sein, teilt die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit. Mit rund 1.000 Beschäftigten stelle das Zentralager im Dreischichtbetrieb jedoch die Lebensmittelversorgung der Edeka-Märkte in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern zu großen Teilen sicher.

Edeka Nord sieht das laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) nicht so. „Der Warnstreik am Morgen am Lagerstandort in Zarrentin hat keine Auswirkungen auf die Warenversorgung unserer Märkte“, teilt die Pressestelle mit.

Mit der Aktion will die Gewerkschaft Druck in den laufenden Manteltarifverhandlungen machen. Nach bisher drei Verhandlungsrunden habe die Arbeitgeberseite ein aus ihrer Sicht finales Tarifangebot vorgelegt, das die Verdi-Mitglieder mit rund 98 Prozent abgelehnt hätten. Weitere Warnstreiks bis zum nächsten Verhandlungstermin am 28. November seien nicht ausgeschlossen.

Verdi fordert nach eigenen Angaben in der laufenden Manteltarifrunde unter anderem ein 13. Monatsgehalt sowie Verbesserungen bei der Altersvorsorge und den vermögenswirksamen Leistungen. Die Arbeitgeber hätten eine Annäherung zum vollen 13. Monatsgehalt in Teilschritten in Aussicht gestellt. Zudem würden drei Mal 200 Euro Inflationsausgleichsprämie bis Oktober 2023 und eine Laufzeit des Tarifvertrages bis 30.09.2026 angeboten. Dies werde jedoch an eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten der Kraftfahrer geknüpft.

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