SB-Warenhauskette Dutzende Real-Standorte sollen alten Namen behalten

Rund 60 Real-Filialen sollen auch nach der Zerschlagung der SB-Warenhauskette unter dem alten Namen weitergeführt werden. Das kündigten der aktuelle Real-Eigentümer, der russische Finanzinvestor SCP, und die Unternehmerfamilie Tischendorf am Donnerstag an. Welche Filialen betroffen sind, ließen sie offen.

Freitag, 21. Januar 2022 - Handel
Lebensmittel Praxis
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Bildquelle: Real

Der Finanzinvestor kündigte an, er werde die Real GmbH mit rund 60 Standorten an das Family Office der Unternehmerfamilie und ein Team von Real-Managern verkaufen. Sie wollen die Filialen mit rund 5000 Mitarbeitern den Angaben zufolge unter dem alten Namen weiterführen. Mit der langjährigen Expertise des Managementteams und der unternehmerischen Erfahrung der Familie Tischendorf habe das Unternehmen „eine langfristige und sehr gute Perspektive“, sagte SCP-Retail-Chef Patrick Kaudewitz.

Der Unternehmer Sven Tischendorf sagte: „Real hat einen sehr gesunden Geschäftskern. Zusammen mit dem zukünftigen Management-Team ist es unser Ziel, die Real GmbH als SB-Warenhausunternehmen mit einem Lebensmittel- und Nonfood-Sortiment substanziell zu modernisieren und damit sehr erfolgreich neu auszurichten.“ Er werde mit Wirkung zum 1. Juli in die Geschäftsführung von Real eintreten.

Der gesamte Wareneinkauf, die Warenlogistik sowie einige andere Zentralfunktionen für die kleine Handelsgruppe sollen von einem noch nicht genannten externen Partner übernommen werden. Rund 130 Real-Beschäftigte würden in der Servicegesellschaft der neuen Eigentümer die künftigen Aufgaben der Zentralverwaltung übernehmen, hieß es.

Zum Kaufpreis machten die Unternehmen keine Angaben. Der Vollzug der Transaktion soll zum 30. Juni erfolgen. Er steht allerdings noch unter Vorbehalt verschiedener Bedingungen, darunter die Zustimmung des Bundeskartellamtes. 

Der Finanzinvestor SCP hatte die angeschlagene SB-Warenhauskette Real mit ihren rund 270 Märkten 2020 vom Handelskonzern Metro erworben, um sie zu zerschlagen und weiterzuverkaufen. Kaufland, Edeka und Globus haben sich bereits eine große Zahl von Filialen gesichert.

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