Großhandel Corona-Pandemie dämpft Stimmungslage

Die Stimmung im Großhandel hat sich seit Sommer verschlechtert, erklärt dessen Bundesverbandspräsident Dr. Dirk Jandura (Foto). Coronabedingt blicken die Unternehmen mit Vorsicht auf die weitere Entwicklung.

Mittwoch, 15. Dezember 2021 - Handel
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Corona-Pandemie dämpft Stimmungslage
Bildquelle: BGA

Das Wiederaufflammen der Corona-Pandemie drückt auf die Stimmung und die Erwartungen der Großhandelsunternehmen. Zusätzlich belasten sie die Engpässe in den Lieferketten. Diese werden uns noch bis ins nächste Jahr begleiten“, erklärt Jandura zu den Ergebnissen einer aktuellen Unternehmensbefragung des Verbandes.

Der BGA-Großhandelsklimaindikator sei in kurzer Zeit von 119 Punkten um rund acht Prozent auf 110 Punkte gesunken. Hierbei sollen Werte über 100 eine positive Stimmung und Werte darunter eine negative Stimmung zum Ausdruck bringen.

Erwartungen an die künftige Entwicklung sollen sich deutlich abgekühlt haben. Der Wert sei von rund 114 Punkten um elf Prozent auf unter 102 Punkte abgesackt und drohe somit in eine skeptische Stimmung zu kippen. Dies gelte sowohl für den baunahen Großhandel als auch für den Produktionsverbindungshandel. Insbesondere der Konsumgütergroßhandel als Lieferant für Hotellerie, Gastronomie und Einzelhandel sehe sich, wegen der pandemiebedingten Einschränkungen bei seinen Kunden, wieder in schwieriger Lage.

Jandura erklärt die Ursache für die skeptische Stimmung: „Neben der Corona-Situation ist es die Versorgungslage mit Rohstoffen und Vorleistungen, die 44 Prozent der Unternehmer beklagen. Die starke Abhängigkeit von weltweit stabilen Lieferketten, Rohstoffen und Vorprodukten ist die Achillesferse für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Die Großhändler sind das Rad, das die Welt in Schwung hält. Aber sie sind von funktionierenden Weltmärkten abhängig.“

 

 

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