Online-Lebensmittelhandel Gorillas-Kuriere sind arbeitslos

Der Kampf um bessere Arbeitsbedingungen beim Online-Lieferdienst Gorillas hat eine neue Stufe erreicht. So hat die Geschäftsführung Beschäftigte fristlos gekündigt, die sich an den Streiks beteiligt haben.

Mittwoch, 06. Oktober 2021, 13:23 Uhr
Lebensmittel Praxis
Bildquelle: Gorillas

Zahlreiche Medien berichteten, dass die Streiks nicht genehmigt waren.

Ein Sprecher bestätigte auf LP-Nachfrage: „Seit Freitag kam es zu einer Reihe von unangekündigten „wilden” Streiks, Blockaden und der Blockierung von Notausgängen in Warehouses durch Mitarbeitende einiger Standorte in Berlin und Leipzig. Solche unangekündigten und nicht gewerkschaftlich getragenen Streiks sind rechtlich unzulässig."

Nach intensiver Abwägung sehe man sich deshalb gezwungen den rechtlichen Rahmen durchzusetzen. „Das bedeutet, dass wir das Arbeitsverhältnis mit denjenigen beenden, die sich aktiv an den nicht genehmigten Streiks und Blockaden beteiligt, den Betrieb durch ihr Verhalten behindert und ihre Kollegen damit gefährdet haben.“ 

Wochenlang steht der Online-Lieferant schon in der Kritik. Die Fahrer fordern unbefristete Verträge, mehr Geld und weniger Gewicht auf dem Rücken. Die Gewerkschaft Verdi beschreibt die Arbeitsbedingungen im Online-Lebensmittelhandel als „prekär“.

 

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