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Valentinstag Handel macht eine Milliarde Euro Umsatz

Andrea Kurtz | 14. Februar 2020
Valentinstag: Handel macht eine Milliarde Euro Umsatz
Bildquelle: Getty Images

Der Valentinstag am 14. Februar sorgt im Einzelhandel in Deutschland für zusätzliche Umsätze in Höhe von einer Milliarde Euro. Knapp 17 Prozent der Verbraucher planen in diesem Jahr zum Tag der Verliebten gezielte Einkäufe. Das zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Handelsverbands Deutschland (HDE).

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Damit ist das Fest der Verliebten zu einem der wichtigsten Umsatzbringer im Handel geworden. Im Vergleich: Zum Muttertag 2019 kam der HDE nur auf Berechnungen von „rund 850 Millionen Euro“. Die meisten Kunden greifen dabei bei Blumen zu. Oft fließen aber auch Ausgaben in die Gastronomie oder in Lebensmittel zum Verschenken. Ebenfalls gefragt sind Gutscheine, Uhren und Schmuck sowie Dekorationsartikel.

Anders als lange Jahre üblich, werden mittlerweile auch immer mehr Männer beschenkt. Im vergangenen Jahr kauften knapp 20 Prozent der Verbraucher in Deutschland gezielt zum Valentinstag ein, davon 44 Prozent Frauen.

Bei den Online-Verkäufen zeigt sich übrigens ein etwas anderes Bild: Die Deutschen Online-Shopper haben in den letzten zwei Wochen vor dem diesjährigen Valentinstag am meisten Geld für Reisen ausgegeben. Das geht aus einer Erhebung der (GSG) hervor. Demnach betrug der durchschnittliche Bestellwert für Reisen in der Zeit vom 3. bis zum 13. Februar 479,82 Euro. Für den gleichen Zeitraum im Jahr 2019 lag der Wert noch bei 367,58 Euro. Im Bruttowarenvolumen, also dem Wert aller Waren, die während der zwei Wochen verkauft wurden, sind Reisen mit 15,32 Prozent 2020 sogar deutscher Spitzenreiter.

Ebenfalls zugelegt haben Gesundheits- und Beautyprodukte. Sie kamen in den letzten zwei Wochen auf einen durchschnittlichen Bestellwert von etwa 74 Euro und nahmen 8,02 Prozent des Bruttowarenvolumens ein. Im vergangenen Jahr waren es noch 49,30 Euro und 4,47 Prozent.

Die echten „Geschenkeklassiker“ zum Tag der Liebe, Schmuck (0,78 Prozent) und Blumen (0,73 Prozent), machen hingegen nur einen kleinen Teil vom Bruttowarenvolumen aus. 

Zur Einordnung: Insgesamt lag der durchschnittliche Bestellwert mit 116,87 Euro in den zwei Wochen vor dem diesjährigen Valentinstag deutlich über dem 12-Monatsdurchschnitt aus 2019 (98,74 Euro).

Insgesamt steigen die Ausgaben im Vorjahresvergleich zum Tag der Liebe an: Nur rund fünf Prozent der Verbraucher wollen ihre Ausgaben zu diesem Anlass reduzieren, während knapp elf Prozent Mehrausgaben einplanen.