Jamaika-Sondierung:Vorsichtig optimistisch?

Bildquelle: Laurence Chaperon

Jamaika-Sondierung Vorsichtig optimistisch?

„Die Chancen für Jamaika sind gestiegen. Ich bin zuversichtlich, dass es gelingt und wir am Freitag ein positives Sondierungsergebnis haben werden“, sagte Unionsfraktions-Chef Volker Kauder (Bild) angesichts des heute um 14 Uhr startenden Sondierungsmarathons. Die Verhandlungsführer von CDU, CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen diskutierten heute im Rundumschlag u. a. über Wirtschaft, Verbraucherschutz und Landwirtschaft.

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Zu den bis in die Nacht angesetzten Gesprächen wird jeweils ein Themen-Berichterstatter pro Partei hinzugezogen. Die Beratungen beginnen am Nachmittag (14 Uhr) mit dem Komplex Arbeit, Rente, Gesundheit, Pflege, Soziales. Es schließen sich an: Wirtschaft, Verkehr (16 Uhr), Außen, Verteidigung, Entwicklungszusammenarbeit, Handel (18 Uhr) und Landwirtschaft, Verbraucherschutz (19.30 Uhr). Von 21 Uhr an steht mit „Flucht, Asyl, Migration, Integration“ ein zentraler Knackpunkt der Verhandlungen an.

Die CDU verbreitete vorsichtigen Optimismus, nicht nur in Person von Fraktionschef Kauder. Auch Generalsekretär Peter Tauber fügte in einem am Abend veröffentlichten CDU-Video hinzu: „Man merkt deutliche Fortschritte, es gibt Kompromissbereitschaft auf allen Seiten.“ Skepsis und anfängliches Misstrauen verschwänden, meint er: „Man merkt in den Gesprächen, es entwickelt sich etwas.“

Eine solche Entwicklung ist auch dringend nötig, denn am Freitagabend, „nach einer Woche der Entscheidungen“, so der verabredete Plan, sollen die Parteivorsitzenden in kleiner Runde entscheiden. Doch noch kann von einem Durchbruch für die „Schwampel“, wie es inzwischen in SPD-Kreisen heißt, nicht die Rede sein.