Tedi:Gibt heftig Gas

Tedi Gibt heftig Gas

Die Zahl der Filialen des Billiganbieters Tedi mit seinem Angebot aus Schreibwaren, Bastelbedarf, Dekoartikeln und Krimskrams soll in den kommenden Jahren von 1.600 auf mehr als 5.000 wachsen. Der erst im Frühjahr abgespaltene Zweig Black.de wird wieder integriert.

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Tedi werde seine Expansion im Ausland deutlich beschleunigen, kündigte das Unternehmen am Dienstag an. Und auch auf dem Heimatmarkt sollen zusätzliche Filialen eröffnet werden. Außerdem soll die Wiedereingliederung der erst im Frühjahr abgespaltenen Discount-Kette Black.de für zusätzliche Wachstumsimpulse sorgen. Die Verselbstständigung hatte dem Unternehmen ursprünglich mehr Bewegungsspielraum geben sollen. Die bislang eröffneten Läden sollen in den nächsten Monaten Schritt für Schritt auf den Namen Tedi umgeflaggt werden, wie eine Unternehmenssprecherin sagte.

Der Strategieschwenk fällt mit einem Wechsel an der Spitze von Tedi zusammen. Der bisherige stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsführung, Silvan Wohlfarth, übernimmt zum 1. Dezember den Chefsessel im Dortmunder Unternehmen.

Um sein Auslandswachstum zu beschleunigen, will Tedi im kommenden Jahr auch in Polen, Portugal und Italien die ersten Märkte eröffnen. Bislang ist das Unternehmen bereits in Deutschland und fünf weiteren europäischen Ländern präsent.

Tedi ist mit seiner Expansionsstrategie nicht allein. Auch Wettbewerber wie Action oder Rusta haben in den vergangenen Monaten ehrgeizige Wachstumspläne präsentiert. Die sogenannten Non-Food-Discounter funktionieren in der Regel als eine Art Sammel-Discounter für Haushalts-, Party- und Elektroartikel, Schreib- und Spielwaren, aber auch Drogerie- und Kosmetikprodukte.