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Kaufhof Krisenbedingte Lohneinschnitte

Lebensmittel Praxis | 10. Oktober 2017
Kaufhof: Krisenbedingte Lohneinschnitte

Bildquelle: Galeria kaufhof

Die Geschäfte bei Kaufhof laufen nicht rund. Der Kölner Kaufhausbetreiber will deshalb jetzt mit Verdi über einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung verhandeln. Für die 21.000 Mitarbeiter würde das spürbare Einschnitte bedeuten.

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Das Unternehmen habe mit der Gewerkschaft Gespräche aufgenommen, um einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung abzuschließen, teilte Kaufhof-Chef Wolfgang Link heute mit. Ziel sei, dem Unternehmen eine «wirtschaftliche Atempause» zu verschaffen, bis die angestoßenen Wachstumsmaßnahmen Wirkung zeigten. Der Kaufhof-Arbeitsdirektor Peter Herlitzius fügt an: «Wir sind uns bewusst, dass ein neuer Tarifvertrag für unsere Mitarbeiter Einschnitte bedeutet.» Der Schritt sei jedoch unvermeidlich, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und damit Arbeitsplätze langfristig zu sichern. Details zu den angestrebten Einschnitten nannte das Unternehmen nicht.

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung strebt der Kaufhof eine Kürzung der Löhne und Gehälter von 3 bis 5 Prozent, die Streichung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld für drei Jahre und eine Erhöhung der Arbeitszeit durch eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche an. Link nennt den dramatischen Strukturwandel im Einzelhandel als Gründe: Marktanteile wanderten ins Internet ab, Innenstädte würden weniger stark frequentiert und die Gewinnspannen gingen zurück. Daran müsse sich der Kaufhof wie der gesamte Markt anpassen. Er bekräftigte gleichzeitig jedoch die Entschlossenheit des Managements und des kanadischen Kaufhof-Eigentümers HBC, Kaufhof von einem traditionellen Warenhaus in einen modernen, auch im Internetzeitalter erfolgreichen Anbieter umzubauen.