Toys R Us Meldet Insolvenz an

Der US-amerikanische Spielwarenhändler Toys R Us hat Insovlenz angemeldet. Grund ist laut Deutscher Nachrichtenagentur (dpa) die Schuldenlast und die immer stärker werdende Konkurrenz von Online-Anbietern.

Dienstag, 19. September 2017 in Handel
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Die 2005 von Investoren um Bain und KKR übernommene Firma sei damit ein weiterer US-Einzelhändler, der dem Druck von Amazon & Co. nicht standhalten könne. Toys R Us habe 875 Filialen in den Vereinigten Staaten und mehr als 1.600 weltweit.

Allein in diesem Jahr haben laut dpa bereits mehr als ein Dutzend amerikanische Ketten wie Payless, Gymboree oder Perfumania Gläubigerschutz beantragt.

Viele Einzelhändler versuchten im Insolvenzverfahren, ihre unrentablen Läden zu schließen und das Online-Geschäft auszubauen.

Auch im Fall von Toys R Us laufen die Geschäfte demnach erst einmal weiter, Kredite werden aber zunächst nicht mehr bedient. Die operativen Gesellschaften in Europa, Asien und Australien seien nicht Teil des derzeit in den USA und Kanada stattfindenden Restrukturierungsprozesses.Auch die Bestellmöglichkeiten im Internet sollen erhalten bleiben.

Die drohende Umschuldung vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft habe auch am Aktienmarkt für Unruhe gesorgt: Die Kurse der US-Spielzeughersteller Hasbro und Mattel seien gefallen. Beide Konzerne sollen wegen Befürchtungen, der Geschäftspartner Toys R Us könne seine Rechnungen nicht mehr begleichen, bereits Lieferungen eingeschränkt haben, heißt es.

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