Anzeige

Kindernahrung Gesund ins Leben

Nicole Ritter | 24. Juni 2016
Kindernahrung: Gesund ins Leben

Bildquelle: Shutteter Stock

Convenience-Produkte und Snacks sind die Wachstums-treiber im Markt für Kleinkinder-Lebensmittel. Insgesamt sind die Zuwachsraten mit Spezialnahrung hoch.

Anzeige

Benedikt Sütterlin, Geschäftsführer Hit Sütterlin, Aachen
Unser Ziel ist es, nachhaltige und frische Produkte für die ganze Familie anzubieten. Viele unserer Kunden mit kleinen Kindern sind gesundheitsbewusst, sie achten auf Bio, Frische und kochen selbst. Deshalb können wir uns mit der klassischen Baby- und Kindernahrung nicht profilieren. Wir erkennen einen Trend zur Individualisierung weg von der Marke hin zu kleinteiligen Nischenprodukten. So sind im Kindersortiment Produkte mit Couscous, Hirseund Quinoa im Kommen. Diese sprechen nicht nur Vegetarier und Veganer an, sondern auch andere Familien, die den Speiseplan ihres Kindes bereichern wollen. Darüber hinaus sind Convenience- Artikel wie Fruchtprodukte für den Direktverzehr beliebt.

Andrea Sperlich, Teamleiterin Drogerie SB-Warenhaus Globus, Köln
Man hört immer wieder, dass bei jungen Familien der Trend zum Selberkochen geht. Das können wir jedoch nicht bestätigen. Unsere Kunden sind eher convenience- orientiert, deshalb verkaufen wir z. B. Kinder-Fertigmenüs und Kindermilch sehr gut. Im Bereich Obst sind die Quetschbeutel sehr beliebt. Sie sind klein, praktisch für unterwegs und passen gut in die Handtasche. Das Gleiche gilt für Snackprodukte. Früher haben die Kinder ein Brötchen in die Hand bekommen, heute sind es Riegel. Dass Familien beim Kauf von Kindernahrung besonders markenbewusst sind, können wir nicht feststellen. Ob Marke oder Eigenmarke – die Entscheidung hängt in erster Linie vom Geldbeutel ab.

Frank Sauter, Geschäftsführer Hüter Einkaufszentrum, Wirges
Aufgrund rückläufiger Geburtenzahlen haben Hersteller von Babynahrung mit Kleinkinderprodukten einen neuen Markt erschlossen. Daz zählen auch Kleinkinder- Menüs. Diese laufen bei uns durchschnittlich. In unserer ländlich geprägten Region wird in den Familien anscheinend eher gekocht. Da Eltern das Ernährungsverhalten ihres Kindes prägen, ist es wichtig, dass sie mit gutem Beispiel vorangehen. Wenn mich eine Mutter oder ein Vater fragen würde, welche Produkte für eine vegane Ernährung ihres 2-jährigen Kindes geeignet sind, würde ich ihnen unbedingt von der rein pflanzlichen Kost abraten. Die Risiken für einen Nährstoffmangel sind einfach zu groß.