Der Wägetechnikhersteller Bizerba hat im Geschäftsjahr 2024/25 einen Umsatz von 830 Millionen Euro erwirtschaftet, ein Rückgang von rund 3,5 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2023/24. Damals hatte der Umsatz nach Unternehmensangaben noch bei rund 860 Millionen Euro gelegen. Das Unternehmen aus Balingen in Baden-Württemberg bezeichnete das Ergebnis dennoch als gut. Dies sei trotz eines wirtschaftlich herausfordernden Umfelds gelungen, das von Investitionszurückhaltung und geopolitischen Spannungen geprägt gewesen sei.
Angaben zum Gewinn machte Bizerba nicht. Der im Bundesanzeiger veröffentlichte Konzernabschluss weist für das Geschäftsjahr 2021 einen Konzernjahresüberschuss in Höhe von rund 34 Millionen Euro bei einem Umsatz von damals 838 Millionen Euro aus.
Weltweiter Stellenabbau infolge eines Cyberangriffs
Bizerba hatte nach eigenen Angaben bereits vor zwei Jahren eine Unternehmenstransformation eingeleitet, die auf mehr Effizienz und klarere Strukturen abzielte. Anfang 2024 hatte der Hersteller dann den Abbau von weltweit rund 450 Stellen angekündigt. Die Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg und der Nahost-Konflikt hätten Bizerba vor große Herausforderungen gestellt, hieß es damals. Außerdem hatte ein Cyberangriff im Juni 2022 für große Verluste gesorgt.
„Wir haben unsere Kostenstruktur konsequent geschärft und unser Handeln klar auf wirtschaftliche Stabilität ausgerichtet“, erklärte Finanzchefin Angela Kraut laut der Mitteilung. Vorstandschef Andreas Kraut ergänzte: „Wie viele Unternehmen in unserer Branche bewegen auch wir uns nach wie vor in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld.“
Bizerba-Geschäftsbereiche entwickeln sich stabil
Alle drei Geschäftsbereiche – Retail, Industry sowie Labels & Consumables – trugen den Angaben zufolge zum Ergebnis bei. Im Handelsbereich habe vor allem das Servicegeschäft an Bedeutung gewonnen. Der Bereich Industry profitierte von neuen Projektabschlüssen und einer soliden Nachfrage in Europa. Labels & Consumables entwickelte sich als stabiler Umsatzträger.
Bizerba beschäftigt Mitarbeiter in mehr als 120 Ländern. Das Unternehmen betreibt Produktionsstätten in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien, Serbien, Großbritannien, China, den USA und Kanada. Das Familienunternehmen wurde 1866 gegründet und befindet sich in der fünften Generation.
