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TV-Berichterstattung Branche im kritischen Licht

Lebensmittel Praxis | 05. April 2019
TV-Berichterstattung: Branche im kritischen Licht

Bildquelle: Messe Berlin

Über die Lebensmittelindustrie wurde 2018 regelmäßig und nicht selten kritisch im Fernsehen berichtet. Die Engel & Zimmermann AG wertete hierzu 635 TV-Beiträge aus. Welche Branche bekommt am meisten Aufmerksamkeit, und was sind die Aufregerthemen?

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„Insgesamt stellen wir fest, dass sich die unterschwellige Generalkritik an der gesamten Branche fortsetzt“, bilanziert Christian Wolfram von Engel & Zimmermann. Im Schnitt werden mehr als zwölf Sendungen pro Woche ausgestrahlt, die sich mit Lebensmitteln beschäftigen. Dabei ging es in 69 von 635 Sendungen um Obst und Gemüse, womit diese Warengruppe wie im Vorjahr den Spitzenplatz einnimmt. Mit annähernd gleich vielen Sendungen landet die Fleischbranche auf einem der vorderen Plätze (68), gefolgt mit einigem Abstand von der Getränkebranche (38).

Eine Kernaussage, die sich durch die Auswertung der vergangenen Jahre zieht, betrifft die Kritik, mit der sich die Fleischbranche konfrontiert sieht: Während bei Obst und Gemüse nicht einmal jeder vierte Beitrag von der Münchner Agentur als kritisch eingestuft wurde (16 von 69), war es beim Thema Fleisch jeder zweite (34 von 68).

„Ein Mittel ist die Vereinfachung und Zuspitzung von Fakten, was nicht selten auf Kosten der Objektivität geht.“ Einige Beispiele für Sendungstitel mit kritischer Tendenz: „Schweinerei in der Wurst“ oder „Gefährliche Chemikalien im Trinkwasser”.

Die ersten Monate des neuen Jahres zeigen bereits, dass das Interesse der TV-Medien an der Lebensmittelindustrie ungebrochen hoch ist. An dieser Stelle bleibt ungewiss, ob die TV-Sender auch über Themen berichten werden, die den Handel beschäftigen: das Thema Verpackungen, Nachhaltigkeitsaspekte bei der Herstellung von Lebensmitteln und der Trend zu bewusstem Genuss.