Verbraucher müssen in Deutschland derzeit deutlich mehr für Salatgurken zahlen. Im Dezember verteuerten sich die Gurken um 43 Prozent gegenüber dem Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Verglichen mit dem Oktober stiegen die Preise sogar um gut 80 Prozent.
Grund für den Preisanstieg ist ein knappes Angebot aus wichtigen Anbaugebieten in Südspanien und den Niederlanden. Die winterlichen Witterungsverhältnisse hätten die Produktion beeinträchtigt, erklärte Gabriele Held von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft. In Spanien folgte nach einem langen, warmen Spätsommer ein heftiger Temperatursturz, der die Kulturen schwächte. „Bei Nachttemperaturen von weniger als 10 Grad wachsen Gurken nicht gut“, sagte die Marktexpertin. In den unbeheizten Produktionsanlagen entwickelten sich die Pflanzen nur sehr langsam.
Das kalte Wetter verteuert laut Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) auch anderes Fruchtgemüse wie Tomaten, Paprika und Zucchini, weil die Erntemengen kleiner ausfallen. In deutschen Geschäften ist deshalb vor allem der Anteil an Premiumware gering. Wegen des knappen Angebots haben Händler die Ware zuletzt deutlich seltener beworben.
Der Höhepunkt der Preisentwicklung dürfte nach Einschätzung der Experten jedoch überschritten sein. Verbraucher hätten angesichts der gestiegenen Preise weniger Gurken und Paprika gekauft, sagte Held. Mittelfristig dürfte das Gemüse daher wieder günstiger werden.

