Die Drogeriemarkt-Kette dm hat im Geschäftsjahr 2024/25 ihren Umsatz in Deutschland um 6,5 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro gesteigert. Europaweit wuchs der Umsatz um 8,2 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Die Zuwächse sind in den vergangenen drei Jahren allerdings rückläufig gewesen.
Das Unternehmen will sein Geschäft im Gesundheitsbereich ausbauen. Konzernchef Christoph Werner begründete dies mit einem drohenden Engpass im Gesundheitswesen. „Wir laufen auf einen Engpass zu, weil viele Babyboomer aus Gesundheitsberufen ausscheiden, aber weniger nachkommen“, erklärte Werner. In ausgewählten Filialen testet dm bereits Gesundheitsangebote wie Hautanalysen (in Münster, Karlsruhe, Berlin, Braunschweig und Düsseldorf), Blutanalysen (in Konstanz und Karlsruhe) sowie Augenscreenings (in Düsseldorf, Köln, Aachen und Bad Münstereifel). Arztverbände kritisierten diese Angebote. Noch in diesem Jahr will dm zudem eine Online-Apotheke für rezeptfreie Medikamente starten.
Die Zahl der Beschäftigten stieg nach Angaben des Unternehmens binnen eines Jahres um mehr als 4.000 auf 93.426, davon gut zwei Drittel in Deutschland. Die Zahl der Filialen in Deutschland wuchs um 23 auf 2.154. Täglich kaufen nach Unternehmensangaben rund 2,2 Millionen Menschen bei dm ein.
Das Unternehmen hat sein Angebot zuletzt auch in anderen Bereichen erweitert. An sechs Standorten testet dm seit diesem Jahr sogenannte 24/7-Abholstationen, an denen Kunden auch außerhalb der Ladenöffnungszeiten bestellte Waren abholen können. Insgesamt verfügt dm über 1.847 Abholstationen. Neu im Sortiment sind zudem Haushaltsartikel und Dekor unter der Eigenmarke dm home.
