Der Handelskonzern Edeka hat ein Kooperationsprojekt mit vier Molkereien und landwirtschaftlichen Betrieben zur Reduktion von Treibhausgasemissionen angekündigt. Der Konzern will damit nach eigenen Angaben neue Wege beim Klimaschutz in der Lebensmittelbranche gehen. Das Projekt konzentriert sich zunächst auf Molkereien, die hauptsächlich Eigenmarkenartikel für Edeka produzieren.
„Als führender Lebensmittelhändler Deutschlands wollen wir Klimaschutz nicht nur fordern, sondern ermöglichen“, erklärte Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der Edeka Zentrale, in der Mitteilung. Das Pilotprojekt solle künftig Maßstab für die Branche sein.
Der Handelskonzern will mit den Molkereien ein Bewertungssystem zur Umsetzung landwirtschaftlicher Maßnahmen entwickeln. Dieses soll laut der Mitteilung das Reduktionspotenzial je Maßnahme und die individuelle Umsetzbarkeit je Betrieb berücksichtigen. Das System soll sowohl Maßnahmen zum verbesserten betrieblichen Management als auch zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen einbeziehen.
Edeka will Emissionen drastisch reduzieren
Das Projekt ist Teil der Klimastrategie des Handelskonzerns. Edeka und die Discount-Tochter Netto haben sich nach eigenen Angaben 2022 als erste deutsche Lebensmittelhändler den Netto-Null-Zielen der Science Based Targets Initiative verpflichtet. Der Konzern will bis 2045 die Emissionen in den Lieferketten um 90 Prozent senken. Davon sollen 72 Prozent der landwirtschaftlichen Emissionen betroffen sein.
Edeka erzielte nach eigenen Angaben im Jahr 2024 mit rund 10.900 Märkten und etwa 413.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 75,3 Milliarden Euro. Zum Handelskonzern gehören neben den selbstständigen Kaufleuten und den Großhandelsbetrieben auch die Discount-Tochter Netto sowie Fachhandelsformate wie Trinkgut, Naturkind und Budni.
