Die deutschen Winzer erwarten in diesem Jahr eine Weinernte von 8,2 Millionen Hektolitern. Dies entspricht einer Steigerung von 5 Prozent gegenüber dem schwachen Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Erntemenge liegt aber noch knapp 3 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre.
Weiß-, Grau- und Spätburgunder bei Rebsorten vorne
Die beiden größten deutschen Weinanbaugebiete Pfalz und Rheinhessen, die zusammen mehr als die Hälfte der gesamten Weinernte ausmachen, verzeichnen in diesem Jahr Rückgänge. Auch die Winzer im Rheingau holen weniger Trauben in ihre Keller. In allen anderen Anbaugebieten wie Baden, Mosel, Württemberg, Franken und Saale-Unstrut steigt die Erntemenge dagegen im Vergleich zum Vorjahr teils deutlich an.
Bei den Rebsorten legen vor allem Weiß-, Grau- und Spätburgunder zu. Auch beim Riesling, der beliebtesten deutschen Rebsorte, steigt der Ertrag um rund 3 Prozent. Die Winzer erwarten dagegen bei Müller-Thurgau und Dornfelder geringere Mostmengen. Etwa 69 Prozent der gesamten Erntemenge entfallen auf weißen Most. Der Rest soll zu Rotwein verarbeitet werden.
Das Deutsche Weininstitut in Bodenheim spricht trotz teils schwieriger Ernteumstände von einem „tollen Weinjahrgang“. Die Angaben des Statistischen Bundesamts basieren auf Schätzungen mit dem Stichtag 20. September.
