Zwei große Edeka-Regionalgesellschaften streben einen Zusammenschluss an. Die Fusion von Edeka Nord und Edeka Rhein-Ruhr soll die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Bestehende Standorte sollen zunächst erhalten bleiben. Der Zusammenschluss benötigt noch die Zustimmung der Genossenschaftsmitglieder.
Vorerst keine Auswirkungen auf bestehende Standorte
In den nächsten Monaten erarbeiten die Verantwortlichen konkrete Maßnahmen.
Wie die Edeka-Zentrale gegenüber der LP erläuterte, wollen beide Unternehmen ihre Kräfte bündeln und eine „zukunftsweisende Allianz“ bilden. „Eine große gemeinsame kulturelle Schnittmenge der selbstständigen Edeka-Kaufleute aus den beiden Regionen bildet die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit – trotz der geografischen Distanz“, so die Edeka-Zentrale.
Die angestrebte Zusammenarbeit soll nach aktuellem Planungsstand keine Auswirkungen auf bestehende Logistik- und Produktionsstandorte haben. Das Unternehmen wolle jedoch Synergieeffekte prüfen, um die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. In den nächsten Monaten erarbeiten die Verantwortlichen konkrete Maßnahmen.
Nach Fusion wären noch fünf Regionen übrig
Edeka Rhein-Ruhr steigerte im Geschäftsjahr 2024 den Umsatz um 3,8 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro. Der Konzern beschäftigte rund 13.474 Mitarbeiter in der Region. Zum Verbund zählen neben den Edeka-Märkten auch die Marktkauf-Warenhäuser, die Trinkgut-Getränkefachmärkte sowie die Handwerksbäckerei Büsch und der Fleischhof Rasting.
Bei Edeka Nord wuchs der Konzernumsatz 2024 um 2,8 Prozent auf 4,07 Milliarden Euro. Das Unternehmen beschäftigte im Jahresdurchschnitt 5.653 Mitarbeiter.
Nach einer möglichen Fusion würden fünf Edeka-Regionalgesellschaften verbleiben: Minden-Hannover, Hessenring, Nordbayern-Sachsen-Thüringen, Südwest und Südbayern.
