Auch wegen Wetterextremen Weihnachtsbäume werden in Deutschland teurer 

Der Bundesverband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger empfiehlt für Nordmanntannen einen Euro mehr pro Meter. Gestiegene Personal- und Logistikkosten sowie Wetterextreme treiben nach Verbandsangaben die Preise. Einige Betriebe melden bei Jungpflanzen Ausfälle von bis zu 40 Prozent.

Montag, 08. September 2025, 09:21 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Ein Tannenbaum gehört für viele Menschen zu Weihnachten wie Geschenke und Festessen. Doch dieses Jahr dürften die Bäumchen vielerorts etwas teurer sein. Bildquelle: VNBW/Bücker

Der Bundesverband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger hat seine Preisempfehlung für Nordmanntannen um einen Euro angehoben. Die Spanne liegt nun bei 23 bis 30 Euro pro Meter, so der Verband. 

Zimmermann: Genug Bäume in guter Qualität vorhanden

Die höheren Preise begründet der Verband vor allem mit gestiegenen Kosten für Personal und Logistik. Zudem hätten Frost und Trockenheit den Weihnachtsbäumen in diesem Jahr stark zugesetzt. Besonders junge Pflanzen ohne ausgeprägtes Wurzelwerk leiden unter fehlendem Niederschlag, erläuterte der Verband.

Betriebe in Bayern und Brandenburg berichten von Frostschäden auch bei verkaufsfertigen Bäumen. Zum Beispiel spricht der Inhaber des Krämerwaldhofs in Brandenburg, Vincent Köhler,  von Ausfällen von bis zu 40 Prozent bei jungen Bäumen.

„Es gibt aber genug Bäume in guter Qualität“, betont Lars Zimmermann vom Bundesverband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger. Die Ernte der Weihnachtsbäume beginnt um den 20. November. Große Betriebe starten etwas früher. Die meisten in Deutschland verkauften Weihnachtsbäume stammen aus heimischem Anbau, einige werden aus Dänemark und Polen importiert.

Preise für Weihnachtsbäume schwanken regional

Die Branche passt sich den klimatischen Herausforderungen an. Zimmermann ist in seinem Betrieb in Rheinland-Pfalz dazu übergegangen, die jungen Bäume im feuchteren Herbst statt im Frühjahr zu pflanzen. Einige Betriebe haben Wasserteiche angelegt, um ihre Bäume bei Trockenheit bewässern zu können. Dem Bundesverband gehören etwa 600 Betriebe an, die Anbaufläche schätzt der Verband auf 20.000 bis 30.000 Hektar.

Die Preise für Weihnachtsbäume schwanken regional. In Großstädten zahlen Verbraucher in der Regel mehr als auf dem Land. Neben der klassischen Nordmanntanne als beliebtestem Weihnachtsbaum bieten die Erzeuger auch Blaufichten oder Exoten wie Colorado-Tannen an.

Immer mehr Kunden schlagen ihren Baum selbst vor Ort, wo die Betriebe oft Glühwein und einen Imbiss anbieten. Zudem holen viele Menschen ihre Weihnachtsbäume bereits zu Beginn der Adventszeit ins Haus.

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