Vertikale Mobilität Migros testet selbstfahrenden Lieferdienst

Die Migros, das Schweizer Startup Loxo und der Aufzug-Hersteller Schindler testen zusammen einen neuartigen Lieferservice namens „Migronomous“. In Ebikon werde ab dem 8. Februar 2023 ein selbstfahrendes, mit Elektromotor betriebenes Fahrzeug Lebensmittel von der Migros-Filiale zum Firmencampus von Schindler bringen.

Mittwoch, 08. Februar 2023 - Handel
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Migros testet selbstfahrenden Lieferdienst
Bildquelle: Migros

Damit prüfen Migros und Schindler den von Loxo hergestellten Lieferwagen in einem Pilotenprojekt, das wie folgt abläuft: Schindler Mitarbeitende können online eine Migros-Bestellung aufgeben. In der Migros-Filiale Mall of Switzerland wird das neue Lieferfahrzeug von Migros-Mitarbeitern mit den bestellten Produkten beladen und fährt dann mit maximal 30 Stundenkilometern zum 500 Meter entfernten Firmengelände von Schindler. An ihre Einkäufe kommen die Kunden mittels Code, der für sie ein Fach mit ihrer Bestellung öffnet. Das Fahrzeug verkehrt von Montag bis Freitag zwischen der Filiale und dem Gelände.

Christian Studer, Head New Technologies von Schindler sagt: „Wir sind stark daran interessiert, vertikale Mobilität mit innovativen, selbstfahrenden Transportoptionen zu verknüpfen. Vernetzte Transportlösungen können Städte lebenswerter und nachhaltiger machen und einen entscheidenden Beitrag zur Dekarbonisierung leisten.“

Für Migros sei schnell klar gewesen, dass sie als erster Detailhändler der Schweiz bei diesem Pilot-Projekt teilnehmen möchte. „Wir können uns durchaus vorstellen, dass der selbstfahrende Lieferdienst zukünftig eine Ergänzung zu unserer bestehenden Transport-Flotte darstellen könnte“, so Rainer Deutschmann, Leiter Direktion Sicherheit und Verkehr bei Migros.

Möglich gemacht werde der selbstfahrende Lieferdienst durch Sensoren, die am Fahrzeug angebracht sind und die Umgebung, Passanten, den Verkehr und die Verkehrssignalisation permanent scannen. Das Fahrzeug fahre dank Elektromotor emissionsfrei und könne bis zu 64 Einkaufstaschen transportieren. „Darin liegt großes Potential, den privaten Verkehr auf den Schweizer Straßen zu reduzieren, weil Kundinnen und Kunden nicht mehr mit dem Auto ihre Einkäufe erledigen müssen“, erklärt Lara Amini, Mitbegründerin von Loxo.

Um maximalen Erfolg zu erlangen, werde das Fahrzeug zunächst schrittweise in seine Selbstständigkeit geführt, bis es in der letzten Phase vollständig automatisiert fahre, so die Ingenieure von Loxo.  

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