Discount/Logistik Aldi Süd schließt vier Regionalstandorte

Nach Medienberichten will Aldi Süd noch in diesem Jahr damit beginnen, vier von insgesamt 28 Regionalgesellschaften zu schließen. Dazu gehören Standorte in Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg.

Freitag, 22. Januar 2021 - Handel
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Aldi Süd schließt vier Regionalstandorte
Bildquelle: Aldi Süd

Rheinland-Pfalz trifft es gleich zwei Mal. So sollen die Zentrallage in Montabaur (Westerwaldkreis) und Wittlich (Bernkastel-Wittlich) aufgelöst werden. Betroffen sind nach Medienberichten an diesen beiden Standorten etwa 380 Mitarbeiter. So soll in Wittlich bereits Ende Juni 2021 Schluss sein, für Montabaur ist das Ende für Feburar 2022 terminiert. 2022 wird auch derStandort Ketsch (Baden-Württemberg/Rhein-Neckar-Kreis) und bereits Ende 2021 der Betrieb im bayerischen Altenstadt (Landkreis Neu-Ulm) aufgegeben, wo weitere knapp 300 Mitarbeiter betroffen sind. Die Filialen der Regionen sollen auf andere Standorte aufgeteilt werden.

Update: Aldi Süd nimmt dazu wie folgt Stellung

"ALDI SÜD richtet sein Logistiknetzwerk neu aus und plant im Zuge dessen, bis Ende 2022 den Betrieb der Regionalgesellschaften Wittlich, Altenstadt, Montabaur und Ketsch einzustellen. Dieser Entschluss wurde nach einer ganzheitlichen Betrachtung der bestehenden logistischen Aufstellung und umfassenden Standortanalysen getroffen. Die dazugehörigen Filialen werden auf umliegende Regionalgesellschaften aufgeteilt. Für alle betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden Möglichkeiten für eine alternative Weiterbeschäftigung gesucht.

Eine moderne und effiziente Logistik ist die Grundlage für den Erfolg von ALDI SÜD. Durch ein in den letzten Jahren in Breite und Tiefe stark verändertes Sortiment sind auch die unternehmerischen Anforderungen an die Regionalgesellschaften und die Komplexität der Logistik gestiegen. Um auch in Zukunft die zuverlässige Versorgung mit qualitativ hochwertigen Produkten und das überzeugende Preis-Leistungs-Verhältnis sicherzustellen, wird ALDI SÜD das logistische Netzwerk im Laufe der nächsten zwei Jahre weiter optimieren.

Der Schritt zur Einstellung des Betriebs der Regionalgesellschaften Wittlich, Altenstadt, Montabaur und Ketsch wurde im Vorfeld intensiv geprüft. Dabei standen die Warenversorgung, die individuelle Situation vor Ort sowie die Gesamtaufstellung in der jeweiligen Region im Fokus. Das Ergebnis dieser Analyse ist, dass es im Hinblick auf die langfristige Zukunftsfähigkeit der Unternehmensgruppe sinnvoller ist, den Betrieb der Regionalgesellschaften Wittlich und Altenstadt zum 30. Juni 2021 beziehungsweise zum 31. Oktober 2021 einzustellen. Die Regionalgesellschaft Montabaur folgt zum 28. Februar 2022, die Einstellung des Betriebs der Regionalgesellschaft Ketsch ist zum 30. April 2022 geplant.

Die Weiterentwicklung des Netzwerkes betrifft in den kommenden zwei Jahren insgesamt rund 660 Arbeitsplätze. ALDI SÜD ist sich seiner Verantwortung als Arbeitgeber bewusst und ist bestrebt, für alle betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Logistik und der Verwaltung Möglichkeiten einer alternativen Weiterbeschäftigung zu prüfen. Die Einstellung des Betriebs der vier Regionalgesellschaften betrifft nicht die zu den Gesellschaften gehörenden Filialen und die dort beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verkauf. Alle Filialen werden von den umliegenden Gesellschaften übernommen und weiterbetrieben. Auch für die Kunden von ALDI SÜD ergeben sich keine Veränderungen: Sie können sich weiterhin auf den sehr guten Service sowie die gewohnte Produktqualität und -frische verlassen.

Die dezentrale Aufstellung in Regionalgesellschaften ist auch in Zukunft ein wichtiger Baustein des Erfolgs von ALDI SÜD. Mit der Einstellung des Betriebs in den vier Regionalgesellschaften macht ALDI SÜD jedoch einen wichtigen Schritt, um den Herausforderungen des dynamischen Marktumfeldes im Lebensmitteleinzelhandel auch in Zukunft erfolgreich zu begegnen."

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