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Verpackung Hamburger schaffen Recycling-Kreislauf

Lebensmittel Praxis | 10. August 2020
Verpackung: Hamburger schaffen Recycling-Kreislauf
Bildquelle: Hamburgs Wertstoff Innovative

Konsumenten der Hansestadt können ab sofort bei Budni ein Waschmittel kaufen, dessen Flasche zu 100 Prozent aus Hamburger Rezyklat besteht. Der regionale Recycling-Kreislauf geht auf Hamburgs Wertstoff Innovative zurück, zu der unter anderem Unilever und die Drogeriemarktkette Budni gehören.

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Die weiteren Partner der Wertstoff Innovative sind die Stadtreinigung Hamburg, das Entsorgungsunternehmen Veolia und die Technische Universität der Hansestadt. Jetzt gibt es das Ergebnis der Zusammenarbeit in den Budni-Filialen zu kaufen: Ein Waschmittel der Unilever-Marke „Sieben Generationen“, verpackt in einer Flasche, die zu 100 Prozent aus recyceltem Kunststoff aus der Hamburger Wertstofftonne und dem Gelben Sack besteht. „Kreislaufwirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag zur CO2-Einsparung“, lobte Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan das Projekt.

Seit Frühjahr 2019 arbeiten die Partner an der Umsetzung. Die Stadtreinigung sammelt die Verpackungsabfälle in der Hamburger Wertstofftonne oder dem Gelben Sack und liefert sie in die Hamburger Sortieranlage von Veolia. Dort werden die Abfälle sortiert und die für das Projekt benötigten Kunststoffverpackungen aus High Density Polyethylen (HDPE) in Ballen verpresst. In einem weiteren Betrieb wird das HDPE nach Farben sortiert, zerkleinert, gereinigt, aufbereitet und zu kleinen Kunststoffkugeln, sogenannten Regranulaten, geformt. Dieses Rezyklat wird schließlich von Unilever zur Produktion einer Waschmittelflasche aus 100 Prozent recyceltem Kunststoff eingesetzt.

Peter Dekkers, General Manager Unilever Deutschland, betonte, dass das Unternehmen bis 2024 die Verwendung von Neuplastik um die Hälfte reduzieren und alle Verpackungen bis 2025 recyclingfähig machen wolle. Der Hamburger Recycling-Kreislauf sei dabei ein wichtiger Schritt. „Das Produkt ist da, nun müssen wir die Konsumenten begeistern“, sagte er.

Budni-Geschäftsführer Christoph Wöhlke ist vom Erfolg des Projekts überzeugt: „Es ist ein Meilenstein im Regal, Konsum anders zu denken, ohne dass die Convenience der Konsumenten eingeschränkt wird.“