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Lidl Nah dran

Dieter Druck | 26. März 2019

Handelsunternehmen gewinnen Gefallen an kleinen, stark frequentierten Standorten im Citybereich. Lidl testet in München ein neues Kleinformat.

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Lidl kommt den Münchnern näher. Denn insbesondere urbane Kunden gehen erkennbar zum wohnungsnahen Einkauf über. Lidl reagiert darauf mit einem neuen Kleinflächenformat in der City. Auf 500 Quadratmetern installiert der Discounter „moderne Nahversorgung mit großer Sortimentsbreite in dicht bebauten Zentren“. Es ist zugleich die kleinste Lidl-Filiale in Deutschland Der Standort unweit des Münchner Isartors sei ein weiterer Test, unterschiedliche Objektgrößen und Lagen mit dem „Lidl-Standard“ auszustatten, heißt es in Neckarsulm. Entscheidend für einen Standort dieser Größenordnung sei eine hochfrequente Lage und die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Bei der Innenausstattung wurden die Möbel platzsparend konstruiert und statt weniger langer Kassenbänder wurden mehrere kürzere Kassen aufgestellt. Die Klimatechnik entspricht der einer neugebauten Filiale, aber sie wurde kompakter gebaut als üblich. Lagerflächen bestehen nicht.
Die vergleichsweise hohe Artikelanzahl auf kleiner Fläche, etwa 80 Prozent des üblichen Sortiments finden hier ihren Platz, erreicht Lidl unter anderem durch die besondere Anordnung einzelner Warengruppen. Beispielsweise befinden sich Toast oder Knäckebrot im gleichen Regal wie frische Backwaren und auch andere Warengruppen sind neu und platzsparend angeordnet. Großen Wert legt Lidl jedoch – wie in allen Filialen – auf den Obst- und Gemüsebereich: Dieser ist mittig in der Filiale platziert und genauso großzügig wie in Filialen mit mehr Verkaufsfläche. Am 11. April wird noch eine zweite Filiale in der Bayernmetropole eröffnet – dann in Schwabing an der Leopoldstraße/Ecke Franz-Joseph-Straße. Auch dort wird sich alles auf 500 Quadratmeter abspielen.

 


Die Frischebetonung des neuen City-Formats ist erkennbar. Die angelieferten Waren werden direkt verräumt.
Obst und Gemüse sind ein wesentlicher Sortimentsbestandteil trotz des nahen Viktualienmarktes und mittig im Laden platziert.
Da in Lidls kleinster Filiale in Deutschland kaum auf Vorrat gekauft wird, reichen Kassen mit kurzen Warenbändern.
Einkaufskorb statt -wagen: Die schmalen Gänge fordern ihren Tribut. Der Platz ist rar.
Die Außenansicht und der Eingang, über den auch die Ware ins Innere geschafft wird.
Fotos: Lidl