Aldi Nord Ausstieg aus Tarifvertrag?

Nach Informationen des „Spiegel“ drängt Aldi Nord seine Mitarbeiter zu neuen Arbeitsverträgen und Betriebsvereinbarungen, die Passagen enthalten, mit denen der Discounter die Tarifbindung aufheben und Personalkosten senken könnte.

Mittwoch, 15. August 2018 - Handel
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Ausstieg aus Tarifvertrag?
Bildquelle: Aldi Nord

Betroffen wären rund 36.000 Mitarbeiter in den 32 Aldi-Gesellschaften. Stand bislang im Arbeitsvertrag, der jeweilige Tarifvertrag werde angewendet, enthalten neue Verträge den Zusatz, dies gelte „nur solange der Arbeitgeber tarifgebunden ist“, heißt es in dem Bericht. Darüber hinaus werde in den neuen Verträgen erklärt, im Falle einer Beendigung der Tarifbindung des Arbeitgebers gelte die dann bestehende Vergütungshöhe weiter. So könne die Höhe von Löhnen, Zuschlägen, Urlaubs- wie Weihnachtsgeld etc. eingefroren werden, befürchteten Aldi-Mitarbeiter.

Der Discounter betonte gegenüber dem „Spiegel“ hingegen, Aldi Nord bleibe tarifgebunden. Mit den neuen Formulierungen in den Verträgen komme Aldi der Rechtsprechung nach und wolle „auf gegenwärtig nicht absehbare Zeiten in der Not vorbereitet sein“, zitiert das Magazin einen Sprecher. Dies habe nichts mit einem geplanten Tarifaustritt zu tun, sondern „mit einer selbstständigen Unternehmensfreiheit auszusteigen, wenn wir keine andere Wahl haben und wirtschaftlich dazu gezwungen sind“.

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