In Bayern hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) Bio-Produkte auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln analysiert – mit deutlichem Ergebnis: In mehr als 90 Prozent der untersuchten Proben wurden keinerlei Rückstände nachgewiesen. Bei den übrigen Proben blieben die Werte unterhalb der gesetzlich zulässigen Grenzwerte. Die Untersuchungen beziehen sich auf den Zeitraum von 2019 bis 2024.
70 Prozent Rückstände bei konventionell erzeugter Ware
Anders ist die Lage bei konventionell erzeugtem Obst und Gemüse. Hier wurden in über 70 Prozent der Proben Rückstände festgestellt. In zwei bis drei Prozent der Fälle lagen sie sogar über den erlaubten Höchstmengen.
„Die allermeisten Biobauern machen ihren Job aus Überzeugung“, erklärt Magnus Jezussek, Rückstandsexperte beim LGL. Er weist darauf hin, dass der Griff zu Bioprodukten zusätzliche Sicherheit bieten könne – auch wenn konventionelle Lebensmittel bei regelkonformer Produktion ebenfalls als unbedenklich gelten. Spezifischere Rückstände wie Fungizide im Hopfen- oder Weinbau stellen laut Jezussek kein besonderes Risiko dar. In fertigen Getränken seien die nachweisbaren Mengen „verschwindend gering“.