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ISM Plattform für eine innovative Branche

Dieter Druck | 10. Januar 2013
ISM: Plattform für eine innovative Branche

Bildquelle: Hoppen

Die ISM 2013 bestätigt ihren Status als internationale Leitmesse. Was Aussteller und Besucher erwartet, schildert Dietmar Eiden, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement der Kölnmesse.

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Die Internationale Süßwarenmesse gibt erneut ein sehr detailliertes Abbild der Branche. Die Herausforderungen für die Hersteller resultieren vor allem aus den volatilen Rohstoffmärkten und Erwartungen von Handels- und Verbraucherseite für ein nachhaltiges Handeln. Themen, die die Gespräche in den Kölner Messehallen prägen werden.

Herr Eiden, wie ist der Stand der Dinge in diesem Jahr? Gibt es größere Verschiebungen auf Ausstellerseite?
Nein, die registrieren wir nicht. Mit rund 1.400 Anbietern und einer Auslandsbeteiligung von mehr als 80 Prozent bewegen wir uns aus Vorjahresniveau. Ebenso wird sich an der Hallenaufteilung und -belegung nichts ändern. Das heißt, es bleibt bei 110.000 qm Bruttofläche.

Kristallisieren sich bei der angesprochenen hohen Auslandbeteiligung neue Schwerpunktländer heraus?
Die ISM deckt alle Kontinente und Regionen ab, zumindest diejenigen, in den Süßwaren und Knabberartikel exportfähig hergestellt werden. Dass die Nachfrage nach den Produkten, die auf der ISM gezeigt werden, rund um den Globus groß ist, unterstreichen die Besucher, die aus über 140 Ländern im Januar nach Köln reisen, um hier Einkäufe zu tätigen. Neben den Ländern mit traditionell starker Süßwarenproduktion wie beispielsweise Belgien, Frankreich oder Spanien hat sich in den vergangenen Jahren das türkische Angebot breiter und vielfältiger aufgestellt. Auch Polen ist hier zu erwähnen.

Wie wird sich Russland als Partnerland der ISM 2013 im Messebild niederschlagen? Wie wird das Potenzial des dortigen Süßwarenmarktes für deutsche Hersteller bewertet?
Die russische Beteiligung zeigt sich gebündelt in Halle 11.2. Unser russische Partner ASKOND, das ist der Branchenverband, wird am Messemontag eine Pressekonferenz geben, die über die russische Süßwarenindustrie und den Absatzmarkt Russland – mit 145 Mio. Verbraucher ja durchaus ein großer Markt – informieren wird. Für deutsche Hersteller handelt es sich allerdings um einen nicht leicht zu erobernden Markt, allein die Flächenerfassung ist ja immens. Die ISM soll hier Interessenten zusammenbringen, Fachleute mit Fachleuten, die helfen können, den russischen Markt zu verstehen.

Und welche thematischen Schwerpunkte erwarten Sie in den Messehallen?
Eines der beherrschenden Themen wird sicherlich das nachhaltige Wirtschaften sein. Verbraucher und Handelspartner erwarten das heute. Viele Süßwarenhersteller veröffentlichen inzwischen Nachhaltigkeitsberichte, in denen Ziele zu Klimawandel, Ressourcenschonung und CO2-Fußabdruck verankert sind. Das Thema wird also auf vielen Ebenen diskutiert und dargestellt, allerdings nicht zusammenhängend. Denn die Lösungen und Ansätze der Unternehmen sind sehr individuell. Aber es ist klar, dass mit steigender Nachfrage auch das Angebot an nachhaltig erzeugten Süßwaren wächst.

Wie beurteilen Sie die Marktbedeutung von Stevia und sogenannten funktionellen Süßwaren?
Stevia ist nach unserer Einschätzung in der Süßwarenbranche angekommen, aber ob das Thema auch beim Verbraucher langfristig angekommen ist, muss sich noch zeigen. In jedem Fall arbeiten die Hersteller weiter an Produktneuheiten mit der neuen Süße. „Funktionelle Süßwaren“ sind aus dem Angebot nicht mehr wegzudenken. Das Thema nimmt aber nicht mehr den Stellenwert ein, den es vor einigen Jahren noch hatte. Das muss gar nicht negativ sein, denn der Claim „funktionell“ wurde häufig, überwiegend in den Publikumsmedien, kontrovers diskutiert. Hier ist es nun ruhiger und sachlicher geworden.

Experimentieren Sie 2013 mit neuen Formaten, wie seinerzeit beispielsweise den „New Product Showcase“?
In diesem Jahr initiieren wir im Rahmen der ProSweets Cologne die offene Denkwerkstatt „Futurelab 2012“. Unter Leitung von Prof. Jenz Großhans arbeiten Studententeams der Köln International School of Design an neuen Verpackungen, Displays und Produkten. Ich empfehle Herstellern, im Vorfeld Themenvorschläge einzu-reichen.

Bild: Dietmar Eiden, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement Kölnmesse