Rewe Nüsken - Süßwaren Mit allen Sinnen handeln - Farbsignale

Die „multidimensionale" Süßwarenabteilung des Supermarktes von Rewe Nüsken in Dortmund-Körne spricht die unterschiedlichsten Sinne der Kunden an.

Donnerstag, 27. Januar 2011, 23:00 Uhr
Dieter Druck
Artikelbild Mit allen Sinnen handeln - Farbsignale
Vordergründig: Das Multichannel-Element als optischer Anker.
Bildquelle: Dieter Druck
Die Farbsignale verbunden mit einer reduzierten Marken-Symbolik setzen sich als Wandposter und Regalstopper bei der Sortimentsgliederung (Pralinen, Premiumpralinen, Snackpralinen wie Rocher, Schokolade, Weingummi, Bonbons, Snacks wie m&m's) fort. Das Neuromerchandising – vereinfacht dargestellt: die unbewusste Wahrnehmung von Signalen und deren Wirkung auf das Einkaufsverhalten – kennt eine klare Reihenfolge. „Von Farben geht die stärkste Signalwirkung aus, gefolgt von Symbolen und erst dann kommt die Schrift", erklärt Fringes. Die entsprechenden Ankermarken sind beispielsweise Storck nimm2 für Bonbons, Haribo und der Goldbär oder Milka. Innerhalb der Warengruppen werden Markenblöcke abgebildet, wobei auch andere Marken wie Peters (Lippstadt) oder Anthon Berg, Reber-Asbach, Niederegger oder Hello Kitty prominent daherkommen.

Aber Nüsken beschränkt sich nicht nur auf die Top Ten der jeweiligen Warengruppe. „Wir präsentieren Vielfalt und Tiefe, das was der Kunde im Supermarkt erwartet." Deshalb werden auch Veilchenpastillen, Himbeerbonbons, Kirschlutscher etc. angeboten. „Hier kommt beim Kunden oft das so genannte autobiografische Gedächtnis durch. Das heißt Assoziationen wie z. B. gebrannte Mandeln und Kirmes oder der Kirschlutscher, das 'Kuhbonbon' und damit verbundene Kindheitserinnerungen, die meist emotional positiv besetzt sind", sagt Fringes. Das dazu passt auch der Verkauf loser Süßwaren (Candy Station).

Nicht einbunden in die Präsentation sind in Dortmund-Körne die Süßgebäcke. Die sind im gegenüberliegenden Umfeld des Brot- und Backwarenregals angesiedelt. Und die salzigen Snacks sind verknüpft mit den Getränken. „Hier bilden Marken wie Coca-Cola gewissermaßen die Brücke, außerdem haben wir übereinstimmende Konsumanlässe zwischen Getränken und Chips", erklärt Nüsken die konzeptionelle Ausnahme an diesem Standort.

Die Süßwaren-Abteilung in Körne wird weiter entwickelt. Das passende Klangerlebnis ist beispielsweise eine große Herausforderung, weil davon eine Vielzahl subtiler Eindrücke ausgeht. Ebenso denkbar ist die Einbeziehung des Geruchs. Der Süßwaren-Einkauf ist noch nicht ganz erforscht.

Bilder zum Artikel

Bild öffnen Vordergründig: Das Multichannel-Element als optischer Anker.
Bild öffnen Berührungspunkt: Touchscreens für Kinder.
Bild öffnen Hingucker: Markenblöcke geben zusätzliche Orientierung.
Bild öffnen Auslöser: Süßwaren mit emotionalem Hintergrund.
Bild öffnen Lose Ware: Bei Nüsken ein wichtiger Sortimentsbestandteil.
Bild öffnen Gliederung: Eindeutige Farben und Symbole für die Warengruppen.
Bild öffnen „Das Gehirn kennt keine Preise, nur Werte.

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