Pralinenverkauf aus der Theke — klingt ambitioniert für einen Supermarkt. Scheint aber an exponierten Standorten zu funktionieren. Diese Erfahrung macht die Wagner Pralinen GmbH in Brunsbüttel. Die Manufaktur betreut derzeit bundesweit 40 Märkte mit einem entsprechenden Konzept. Jüngstes Objekt ist der nach einem Komplettumbau 2.700 qm große Markt von Rewe Stockhausen in Erkrath. Der ehemalige Hertie- und Rewe-Filial-Standort im Bavier-Center ist seit Sommer 2010 am Netz.
Die Pralinentheke ist Teil des zentral gelegenen Bistros im Vorkassenbereich, das sowohl von den Supermarktkunden als auch den übrigen Center-Besuchern frequentiert wird. In der 3,75 m langen Theke werden 68 Artikel, inklusive fünf Sorten handgeschöpfter Schokolade, angeboten. Zu Beginn wurde hier Sushi verkauft, allerdings ohne die Erwartungen zu erfüllen.
Nach einer warenkundlichen Grundausbildung wird der Pralinenverkauf jetzt vom Bistro-Team mit betreut. Die Theke ist gekühlt, was im Sommer von Vorteil ist. Zudem werden für die warmen Monate Sommervarianten ins Sortiment aufgenommen. Für 100 g Confiserie-Pralinen werden 4,99 Euro verlangt, für die Schokolade 3,99 Euro. Daraus resultiert ein Aufschlag von mehr als 100 Prozent. Pralinen mit und ohne Alkohol, Marzipan und Saisonvarianten werden in klar differenzierten Blöcken präsentiert. Zudem werden an der Theke sowie in der Weinabteilung des Marktes hochwertige Geschenkverpackungen mit Wagner offeriert. Das gute Weihnachtsgeschäft hat durch die Präsente noch einen zusätzlichen Schub erfahren. Der Durchschnittsbon liegt nach rund drei Monaten bei 8 Euro. Geworben wird über Verkostungen an der Theke und im Rahmen von Kundenseminaren (z. B. Winzerabend) sowie selektiv über Handzettel. Ansonsten läuft das Ganze über Impuls sowie Mund-zu-Mund-Propaganda.
„Das Konzept ist auf Edeka- und Rewe-Märkte der gehobenen Klasse sowie Lebensmittelabteilungen der Kaufhäuser national ausgelegt. Der Fachhandelscharakter ist ein Differenzierungsmerkmal", sagt Wagner-Gebietsverkaufsleiter Mario Ebel. Standortkriterien sind u. a. Kaufkraft / Durchschnittsbon, Atmosphäre im Markt, das allgemeine Sortimentsniveau und das Wettbewerbsumfeld. Ist ein von Wagner belieferter Fachhandel in direkter Nähe, hat dieser Priorität.
Thekengeschäft bei Rewe Stockhausen Pralinen statt Sushi
Rewe Stockhausen in Erkrath hat in der Vorkassenzone Sushi durch Pralinen ersetzt.
Das könnte Sie auch interessieren
Viel gelesen in Hersteller
-
Einkauf mit...Wie sich Jägermeister-Manager das perfekte Schnapsregal vorstellen -
Internationale SüßwarenmesseVon Functional Sweets bis Start-up-Pitches – wo die ISM 2026 Handel und Industrie echte Impulse liefert -
MarkenstrategiePreisdruck als Chance – wie Marken mit neuen Ideen Profil gewinnen -
So entsteht...Hafermüsli in großen Mengen – wie Technik und Automatisierung Qualität sichern
News in Süßwaren
-
LebensmittelhandelPistazienprodukte verdoppeln Umsatz in vier JahrenDubai-Schokolade, cremige Aufstriche und Shampoo: Pistazien sind im deutschen Lebensmittelhandel gefragt. Yougov-Daten zeigen, warum jetzt mehr als jeder zweite Haushalt zugreift und welche Produkte besonders boomen.
-
SüßwarenindustrieHalloren senkt Preise nach Kakao-KriseDer Schokoladenhersteller Halloren reagiert auf die gesunkenen Kakaopreise und senkt die Preise für seine Produkte. Chef Darren Ehlert fordert die Branche auf, diesem Beispiel zu folgen. Ob die Händler die Preisnachlässe an die Kunden weitergeben, ist noch offen.
-
Waffelhersteller wächstLoacker steigert Umsatz in Deutschland um fast ein ViertelDer Südtiroler Waffelhersteller Loacker hat seinen Umsatz in Deutschland im vergangenen Jahr um fast ein Viertel gesteigert. Das Unternehmen wuchs damit deutlich stärker als der Gesamtmarkt. Der ging im Absatz sogar zurück.