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Anuga Trendsetter der Branche

Tobias Dünnebacke | 07. Oktober 2011

Viele Neuheiten auf der Anuga kommen aus den Bereichen Molkereiprodukte und Fleisch. Ein erster Überblick.

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Eine Messe wie die Anuga funktioniert wie ein Seismograph für die Lebensmittelbranche: Welche in der Vergangenheit bejubelten Neuheiten haben sich als Rohrkrepierer erwiesen und konnten sich nicht durchsetzen? Auf welche neuen Trends setzen die Hersteller? Bis jetzt ist noch nicht abzusehen, in welche Richtung das Pendel bei den jeweiligen Warengruppen ausschlägt. Allerdings werden immer mehr Einzelheiten zu den Neuheiten bekannt.

Die deutsche Privat-Fleischerei Reinert beispielsweise stellt auf der diesjährigen Messe neue Rindfleischspezialitäten vor, die den Abverkauf an der Theke weiter ankurbeln sollen. Die positive Entwicklung des Theken-Geschäfts habe das Unternehmen dazu veranlasst, auf der Anuga zwei Kreationen zu präsentieren: „Westfälischer Rinderschmaus“ und „Rindfleisch mit Meerrettich“. Ebenfalls neu: eine leichte „Paprika-Pastete“ aus 100 Prozent Geflügel und die italienische Wurstspezialität „L’Aroma Salami mit Oliven“. Die Niederländer von King Cuisine wollen in Köln ihr neues Tapas-Sortiment in den Fokus rücken. Highlights seien die Chorizo-Fleischbällchen in Tomatensauce und mit Kräuterfrischkäse gefüllten Salamirosetten. Der Geflügelproduzent Friki wird während der Anuga das Thema Tierwohl in den Fokus rücken.

Bei den Produkten der französischen Fleischproduzenten zeichnet sich der Trend hin zu Chilled Food (z.B. Nuggets mit Kaninchenfleisch und gegarte Spanferkelteile) ab. Auch die als „Foie Gras“ bekannte und in Deutschland im Vorfeld umstrittene Stopfleber wollen die Franzosen in Köln präsentieren.

Insgesamt sei die Anuga Meat, eine von 10 Fachmessen, bestens besetzt, so die Messeleitung. Neben internationalen Konzernen wie JBS (größter Rindfleischvermarkter der Welt) finden sich auch auch deutsche Schwergewichte wie Tönnies , Vion und Westfleisch in der Ausstellerliste.

Innovationssegment Mopro

Auch von der Anuga Dairy sind schon zahlreiche Neuigkeiten bekannt geworden. Die Privatmolkerei Bauer will die Messe nutzen, um neue Saisonprodukte vorzustellen. Dabei scheinen leichte, fettreduzierte Produkte wie die neuen Joghurt-Varianten „Winterorange“ und „Himbeere-Vanille“ eine wichtige Rolle im Portfolio zu spielen. Zu den Winterklassikern zählen außerdem das Kuchendessert „Apfelstrudel“ sowie die neuen Joghurts unter der Range „Der große Bauer“, „Walnuss“ und „Apfel-Birne-Zimt“.

Die Bauer-Tochter Heideblume Molkerei präsentiert vier Produktneuheiten unter der Marke „Elsdorfer“: Ein Bio-Dressing sowie Genießer-, Gemüse- und Mediterrane Cremes. Außerdem will das norddeutsche Unternehmen seine Kompetenz bei Verpackungs-Lösungen unterstreichen: Die Formate umfassen beispielsweise kleine und große Rundbecher, Standboden- und Quetschbeutel, wiederverschließbare 500-g-Eimer sowie transparente Dressing-Flaschen.

Die Allgäuland Käsereien bringen unter der Marke „Bergbauern“ einen neuen Fruchtquark „Herzkirsche“, Emmentaler in Scheiben sowie Ofenfondues und Raclette mit nach Köln. Als idealer Käse für Gratins und Pizza wird der neue „Allgäuland Bon“ angekündigt.

Die Beemster-Käserei Cono Kaasmakers hat den neuen Premiumkäse „Beemster Royaal“ im Gepäck. Die Spezialität im violetten Look spielt auf den Titel des „königlichen Hoflieferanten“ an und soll so die deutschen Bedientheken erobern.

Bildquelle


koelnmesse / Anuga