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Fragen an Thies Claußen, Dole
Es gibt Technologien, bei denen Obst und Gemüse nach der Ernte mit keimtötenden Substanzen gewaschen wird. Das soll die Haltbarkeit der Produkte verlängern.
Sind solche Technologien in Ihrem Unternehmen ein Thema?
Bei dem Einsatz von Desinfektionsmitteln hält Dole sich grundsätzlich an alle relevanten Verordnungen und Gesetze, inclusive der Kennzeichnung an der Ware. Dementsprechend werden auch nur Mittel eingesetzt, die zugelassen sind und dem Verbraucher ein gesundes und sauberes Produkt garantieren. So zum Beispiel die Reinigung des ggfs. eingesetzten Waschwassers, um Keim- und Sporenbelastungen vorzubeugen, oder die Behandlung einiger Produkte nach der Ernte (z.B. Thiabendazole bei Bananen). Die konzerneigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung sucht außerdem fortlaufend nach innovativen Lösungen, um solche Verfahren weiter zu verbessern bzw. neue Mittel einzusetzen.
Angenommen, solche Technologien würden eingesetzt, hätte der Lebensmittelhandel davon einen Vorteil?
Frisches Obst und Gemüse legt auf dem Weg zum Verbraucher teilweise einen langen Weg zurück. Parallel zur bestmöglichen Einhaltung der Kühlkette ist eine Kontrolle von Schadorganismen entscheidend, um dem Verbraucher gesunde Produkte anbieten zu können. Auch dem Lebensmittelhandel muss frische und einwandfreie Ware zur Verfügung stehen, um den Absatz zu erhöhen und Verluste zu vermeiden.
Im LEH sind Abschriften ein großes Thema. Wie kann der Handel Ihrer Meinung nach seine Abschriften wirkungsvoll verringern?
Es gibt drei klassische Ansätze für Verbesserungen:
- Die Einhaltung der Kühlkette gilt nicht nur für den Transport vom Produzenten zum LEH, sondern muss unbedingt bis zum Abverkauf an den Konsumenten sichergestellt sein.
- Jegliches zusätzliche Bewegen der Ware sollte vermieden bzw. minimiert werden.
- Im Markt ist eine Kontrolle der Luftfeuchtigkeit vorteilhaft, um die Frische der Ware zu verlängern.
