Im Regal Das Geschäft mit guten Vorsätzen - Supermarktkette Veganz

Der Trend zu einer bewussten Ernährung erhält zu Jahresbeginn eine neue Dynamik. Wachstumspotenziale versprechen vor allem vegetarische und vegane Produkte.

Dienstag, 28. Januar 2014 - Sortimente
Bettina Röttig
Artikelbild Das Geschäft mit guten Vorsätzen - Supermarktkette Veganz
Bildquelle: Mugrauer

Inhaltsübersicht

Ethische und gesundheitliche Gründe lassen immer mehr Kunden zu fleischlosen Produkten greifen

Der Trend zu einer bewussten Ernährung lässt auch das vegetarische und vegane Sortiment weiter wachsen und beschert vor allem den Märkten und dem Online-Shop der veganen Supermarktkette Veganz dynamische Wachstumsraten. Nach 1,6 Mio. Euro Nettojahresumsatz 2012, erwirtschaftete Veganz 2013 bereits 5,1 Mio. Euro und erwartet für 2014 nach eigenen Angaben einen Nettoumsatz von ca. 18 Mio. Euro. „Bis 2015 werden wir voraussichtlich mit 21 Filialen in ganz Europa vertreten sein“, kündigt das Unternehmen an. Nicht nur für die wachsende Zahl der Vegetarier und Veganer sondern allgemein für Ernährungsbewusste sind die Veganz-Supermärkte Anlaufstelle. Die Veganz-Kunden kann man laut Unternehmen in vier Kundengruppen einteilen: ökologisch Bewusste, die etwas suchen, das besser als Bio ist; Kranke, die ihre Nahrung umstellen nach Herzinfarkt, Schlaganfall oder Krebs-Diagnose; Allergiker sowie Menschen, die sehr auf Gesundheit und gutes Aussehen achten. Im Januar könne man feststellen, dass Produkte besonders häufig nachgefragt würden, die in bestimmten Kochbüchern und Diäten verwendet werden.

Innovationsfreudiger in der Entwicklung vegetarischer und veganer Produkte zeigen sich Markenartikler auch im konventionellen LEH. Insbesondere das Angebot an vegetarischen Fertiggerichten wächst aktuell zusehends. So bietet TK-Spezialist Frosta mittlerweile zehn Gerichte mit dem V-Label des VEBU an. Neben Pasta-Gerichten und vegetarischer Lasagne gibt es nun auch das asiatisch inspirierte und sowohl für Vegetarier als auch Veganer geeignete Gericht Wok Mango Curry auf Basis von Basmatireis, verfeinert mit einer pikanten Currywürzung und Kokosmilch.

Eine Range mit fünf vegetarischen Suppen hat Sonnen Bassermann in die Regale des Handels gebracht. Man ziele auf die mittlerweile rund 40 Mio. Voll- oder Teilzeit-Vegetarier ab, heißt es aus dem Mutterkonzern Struik Foods. Die Suppen haben einen sehr hohen Gemüseanteil und enthalten keinerlei künstliche Aromastoffe oder Geschmacksverstärker.

Mit Taboulé und Couscous mit Rosinen & Cashewkernen erweitert Rila Feinkost-Importe seine Rinatura Bio-Range um vegetarische Convenience-Produkte. Das Unternehmen präsentiert im Rahmen der BioFach darüber hinaus einige vegetarische Bio-Suppen unter der Marke Jürgen Langbein.

Der vegetarische Trend färbt auch auf das Light-Segment ab . Die neu überarbeitete Marke Weight Watchers bietet ab sofort eine neue Gemüse-Lasagne im Kühlregal an. Die Lasagne mit mediterranem Gemüse und Béchamel-Sauce kommt ohne Geschmacksverstärker, Süßungsmittel und Aromen aus. Das Sortiment im LEH soll kurzfristig rund 80 Produkte umfassen. Potenzial sehe man noch in den Bereichen „Frühstück“, „Snacking“ und „On-The-Go“.

Bewusst Einkaufen
In aktuellen Studien identifizierte das Institut die Themen Herkunft, Verwendung von Antibiotika/Pestiziden, genetische Manipulation, Transportmittel, Verpackung und Preis als relevant für den Kauf von Lebensmitteln. Verunsichert zeigten sich die Teilnehmer vor allem beim Einkauf von Fleisch, Obst und Gemüse. In Bezug auf die Gewichtung der einzelnen Eigenschaften für den Kauf ergab sich folgende Rangfolge: 1. Genetische Manipulation, 2. Herkunft, 3. Preis, 4. Pestizid- bzw. Antibiotikaverwendung, 5. Transportmittel, 6. Verpackung.