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Coca-Cola Veränderungen gefährden 480 Arbeitsplätze

LEBENSMITTEL PRAXIS | 06. Oktober 2016

Die Coca-Cola European Partners Deutschland GmbH (CCEP DE) plant Veränderungen in der Logistik und im Finance Business Center. Darüber hinaus sollen die regionalen Wassermarken Urbacher und Schurwald eingestellt werden.

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Von den geplanten Veränderungen seien laut Unternehmen insgesamt etwa 480 Arbeitsplätze betroffen: 40 in der Produktion, 140 in der Logistik, 70 in den Werkstätten und 230 in der Verwaltung. Die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern zur Umsetzung gemäß dem Tarifvertrag starten in den nächsten Tagen. Ziel sei es, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden: durch alternative Stellen an anderen Standorten des Unternehmens und durch einvernehmliche Lösungen.

„Diese Entscheidungen haben wir nach sorgfältiger Prüfung gefasst und sie sind uns keineswegs leicht gefallen. Wir müssen aber, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, der Marktentwicklung Rechnung tragen“, sagt Frank Molthan, Geschäftsführer der Coca-Cola European Partners Deutschland GmbH. „Uns ist es sehr wichtig, dass wir die geplante Veränderung transparent und sozial verantwortungsvoll umsetzen. Dazu haben wir gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern einen klaren und fairen Prozess definiert.“

Die beiden regionalen Wassermarken Urbacher und Schurwald erwirtschaften laut Unternehmen seit Jahren deutliche Verluste. Auch mit hohen Investitionen sind die beiden Marken in dem wettbewerbsintensiven Wassermarkt nicht profitabel zu betreiben. Deshalb ist geplant, die Herstellung und den Vertrieb der beiden Mineralwässer aus Urbach zum 1. Juli 2017 einzustellen. Die Verwaltung sowie die Mehrheit der Stellen im Bereich Logistik für die Coca-Cola Produkte bleiben jedoch am Standort Urbach.


Im Bereich Logistik plant Coca-Cola die Schließung der Logistikstandorte Dresden (1. März 2017), Hof (1. März 2017), Traunreut (1. Juni 2017) und Nörten-Hardenberg (1. März 2017). Damit reagiert das Unternehmen auf die stark veränderten Rahmenbedingungen in der Logistik: Supermarktketten übernehmen die Belieferung ihrer Filialen zunehmend selbst oder mit eigenen Partnern. Die Entwicklung führt dazu, dass die Auslastung der „Roten Flotte“ ständig sinkt. Dadurch seien kleinere Standorte nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben.

Die derzeitige Reparatur und Wartung der gut 315.000 eigenen Geräte an vielen kleinen Standorten ist nicht konkurrenzfähig. Deshalb soll die Reparatur und Wartung von Kühlern, Automaten und Zapfanlagen deutschlandweit an drei Hauptwerkstätten in Hamburg, Hamm und Mainz zusammengeführt werden.

Außerdem sei geplant, einen Großteil der Aktivitäten des Finance Business Centers in Berlin-Hohenschönhausen bis zum Frühjahr 2018 nach Sofia (Bulgarien) zu verlagern. Ziel sei eine möglichst hohe Standardisierung der Finanzprozesse innerhalb des europäischen Abfüllunternehmens Coca-Cola European Partners (CCEP).