Die rund 150.000 Beschäftigten im rheinland-pfälzischen Einzel- und Versandhandel erhalten höhere Gehälter. Die Gewerkschaft Verdi und die Arbeitgeberseite einigten sich auf eine Erhöhung in zwei Schritten, wie Verdi in Mainz mitteilte. Rückwirkend zum 1. August 2026 steigen die Gehälter um 3 Prozent. Zum 1. Mai 2027 folgt eine weitere Erhöhung um 2 Prozent.
Für untere Entgeltgruppen gilt ab August 2026 ein tariflicher Mindeststundenlohn von 14,20 Euro, wie die Gewerkschaft weiter mitteilte. Dieser steigt zum Mai 2027 auf 14,90 Euro. Der tarifliche Mindestlohn für Verkäufer erhöht sich den Angaben zufolge ebenfalls rückwirkend zum 1. August 2026 auf 20,47 Euro und zum 1. Mai 2027 auf 20,88 Euro.
Der Tarifvertrag läuft über 25 Monate. Verdi-Verhandlungsführerin Monika Di Silvestre nannte dies einen „schmerzlichen Kompromiss“, wie die Gewerkschaft in der Mitteilung schrieb. Verdi übernahm nach eigenen Angaben die wesentlichen Eckpunkte des ersten Abschlusses aus Nordrhein-Westfalen auch für Rheinland-Pfalz.
