Payment Deutsche zahlen häufiger mit Karte als mit Bargeld

Einer neuen Umfrage zufolge nutzen erstmals mehr Deutsche Kartenzahlung statt Bargeld beim Einkauf. Die Girocard ist dabei das beliebteste bargeldlose Zahlungsmittel. Auch das mobile Bezahlen gewinnt stark an Bedeutung, besonders bei jungen Menschen.

Donnerstag, 23. Oktober 2025, 12:27 Uhr
Theresa Kalmer
So bezahlt Deutschland: Karte überholt erstmals Bargeld. Bildquelle: Getty Images

Die Kartenzahlung hat in Deutschland erstmals das Bargeld als beliebtestes Zahlungsmittel überholt. Bei ihrem letzten Einkauf zahlten 47 Prozent der Deutschen mit Karte, während 41 Prozent Scheine und Münzen verwendeten. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Initiative Deutsche Zahlungssysteme.

Unter den Kartennutzern bevorzugen 52 Prozent die Girocard der deutschen Banken und Sparkassen, 15 Prozent die Kreditkarte. Für das Jahr 2030 erwarten 77 Prozent der Befragten, dass die Debitkarte der deutschen Banken und Sparkassen das meistgenutzte Zahlungsmittel bleiben wird. Auch das mobile Bezahlen mit Smartphone oder Smartwatch gewinnt an Bedeutung: 25 Prozent der Befragten haben diese Zahlungsform bereits genutzt – mehr als doppelt so viele wie noch 2022. In der Altersgruppe unter 30 Jahren zahlen 42 Prozent am liebsten mit mobilen Endgeräten. Damit liegt Bezahlen mit Smartphone oder -watch bei dieser Altersgruppe fast gleichauf mit der klassischen Kartenzahlung (45 Prozent).

Die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage beeinflusst das Zahlungsverhalten der Deutschen. 60 Prozent der Befragten halten es für wichtig, über deutsche oder europäische Alternativen zu amerikanischen Zahlungsdienstleistern zu verfügen – ein Anstieg um 15 Prozentpunkte gegenüber 2022. „Unsere digitalen Zahlungslösungen stehen für Selbstbestimmung und Sicherheit“, erklärte Ingo Limburg, Vorsitzender der Initiative Deutsche Zahlungssysteme, in der Mitteilung.

Deutsche Verbraucher sparen und kaufen regional

Die internationale Lage wirkt sich auch auf das Konsumverhalten aus: 70 Prozent der Befragten achten beim Einkaufen stärker auf den Preis. 49 Prozent gaben an, sich aufgrund gestiegener Preise weniger leisten zu können. 62 Prozent greifen gezielt zu Lebensmitteln aus Deutschland oder der EU. Jeder fünfte Befragte versucht, amerikanische Produkte bewusst zu meiden.

Die Allensbach-Umfrage basiert auf 1.025 persönlichen Interviews, die zwischen dem 4. und 16. Juli 2025 durchgeführt wurden. Befragt wurde ein repräsentativer Querschnitt der deutschen Bevölkerung ab 16 Jahren.

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