Der Discounter Aldi Süd hat den Anteil pflanzenbasierter Produkte in seinem Sortiment deutlich ausgebaut. Dies geht aus dem dritten Ernährungsreport des Unternehmens hervor. Das Unternehmen führt nach eigenen Angaben inzwischen über das Jahr verteilt mehr als 1.400 vegan gekennzeichnete Produkte – mehr als doppelt so viele wie noch im Jahr 2021. Der pflanzenbasierte Anteil am Food-Sortiment liegt bei 56,4 Prozent, der tierbasierte Anteil bei 43,6 Prozent, wie der Discounter mitteilte. Diese Berechnung basiert auf einer Methode des WWF.
Aldi Süd unterstützt nach eigenen Angaben den Vorschlag, pflanzliche Alternativprodukte künftig mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent zu besteuern. Das Unternehmen plant außerdem die Verabschiedung eines Proteinziels. Dies soll idealerweise gemeinsam mit allen deutschen Lebensmitteleinzelhändlern geschehen, teilte der Discounter mit. „Aldi Süd wird seinem großen Einfluss auf die Ernährung seiner Kundschaft gerecht, indem der Lebensmitteleinzelhändler den pflanzlichen Anteil seines Sortiments offenlegt und eine einheitliche Messung nach der WWF-Methode fördert“, erklärte Dirk Liebenberg, Head of Corporate Engagement Proveg, in der Mitteilung.
Der Discounter hat nach eigenen Angaben auch die Rezepturen zahlreicher Eigenmarkenprodukte überarbeitet. Im Vergleich zum Jahr 2014 reduzierte das Unternehmen den Zuckergehalt im Cerealien-Sortiment um 400 Tonnen. Dies entspricht nach Unternehmensangaben etwa 17 Lkw-Ladungen mit jeweils 25 Tonnen. Bei Tiefkühlpizzen sank der Salzgehalt im Vergleich zu 2014 um 21,8 Tonnen. Dies entspricht laut Mitteilung etwa dem Gewicht von elf durchschnittlichen PKW.
Aldi-Managerin Adou betont Verantwortung für Nachhaltigkeit
„Bewusste Ernährung ist ein wichtiger Hebel für mehr Nachhaltigkeit und die eigene Gesundheit – als Grundversorger stellen wir uns dieser Verantwortung“, zitierte das Unternehmen Julia Adou, Director Sustainability bei Aldi Süd. Der Discounter will seinen Kunden nach eigenen Angaben eine ausgewogene und nachhaltigere Ernährung erleichtern.
Alle Eigenmarken des Discounters tragen inzwischen den Nutri-Score. Bei neu registrierten Eigenmarken gilt dafür eine Umsetzungsfrist von zwei Jahren, wie das Unternehmen mitteilte.
