Heimtierbedarf Fressnapf baut Online-Geschäft aus

Die Heimtierbedarfskette Fressnapf hat 2023 trotz Inflation und allgemeiner Kaufzurückhaltung deutlich zugelegt. Nun will das Unternehmen weiter expandieren und vor allem das Online-Angebot ausbauen. Das teilte das Krefelder Unternehmen mit.

Montag, 19. Februar 2024 - Handel
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Fressnapf baut Online-Geschäft aus
Bildquelle: Fressnapf

Bei Haustieren sind die Verbraucher offenbar nicht so sparsam wie bei anderen Anschaffungen. Die Heimtierbedarfskette Fressnapf knackte erstmals die Umsatzmarke von vier Milliarden Euro. Neben klassischen Produkten waren bei Kunden demnach zuletzt vor allem neue Serviceangebote wie eine Tierarzt-Sprechstunde und Haustier-Versicherungen besonders gefragt. Allein in Deutschland wurde die Tierarzt-Sprechstunde mehr als 100.000 Mal in Anspruch genommen.

Der Umsatz von Fressnapf stieg im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 13 Prozent, flächenbereinigt fiel das Plus mit 8,8 Prozent etwas geringer aus. Die steigenden Erlöse sind auch auf die Expansion des Unternehmens zurückzuführen. Im vergangenen Jahr wurden europaweit fast 140 neue Märkte eröffnet. Deutschland bleibt mit einem Umsatz von 2,1 Milliarden Euro der wichtigste Markt. Das Wachstum fiel mit gut fünf Prozent allerdings schwächer aus. „Unser Geschäftsmodell hat sich auch im vergangenen Jahr als robust erwiesen“, sagte Fressnapf-Gründer und Inhaber Torsten Toeller. Zahlen zum Gewinn nennt das Unternehmen nicht.

Der Online-Anteil am Gesamtumsatz stieg im vergangenen Jahr auf etwa zehn Prozent. In Zukunft will die Fressnapf-Gruppe noch stärker auf den Internetversand setzen. In diesem Jahr wird ein 72.000 Quadratmeter großes Logistikzentrum in Nörvenich gebaut, um das Versandgeschäft in Europa effizienter bedienen zu können. 800 Arbeitsplätze sollen dort entstehen.

In den kommenden Jahren will das Unternehmen vor allem international wachsen und sein neues Marktkonzept auf andere EU-Staaten übertragen. Dafür sind nach eigenen Angaben bis Ende 2026 Investitionen von mehr als 500 Millionen Euro geplant. Fressnapf beschäftigt europaweit rund 18.000 Mitarbeiter. In 14 Ländern gibt es mehr als 2.100 Geschäfte, etwa 970 davon in Deutschland. Das Ziel sind 3.000 Märkte bis 2030.

 

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