Tarifrunde 2021 Erste Streiks im Handel

Nach der ergebnislosen ersten Tarifrunde im Einzel- und Versandhandel hat Verdi zu ersten Warnstreiks in Ostdeutschland, Baden-Württemberg sowie in Niedersachsen aufgerufen. In der laufenden Tarifrunde liege von Arbeitgeberseite noch kein Angebot vor, kritisierte die Gewerkschaft. Gefordert werden für die Beschäftigten unter anderem 4,5 Prozent plus 45 Euro mehr Lohn und Gehalt, einen Mindeststundenlohn von 12,50 Euro und die Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro.

Freitag, 04. Juni 2021 - Handel
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Erste Streiks im Handel
Bildquelle: Verdi

Mit weiteren Aktivitäten müsse am Samstag gerechnet werden, so die Gewerkschaft. Betroffen von den vorübergehenden Arbeitsniederlegungen sollen unter anderem Filialen von Kaufland, Ikea, Marktkauf und Edeka in Osnabrück sein.  „Wir wollen den Arbeitgebern deutlich zeigen, dass die Beschäftigten spürbare Einkommenserhöhungen erwarten", teilte Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago mit. „Es wird Schritt für Schritt der Druck erhöht."

Arbeitgeber lehnen die Forderung als „völlig utopisch" ab. Sie sei realitätsfremd und trage der wirtschaftlichen Lage des Einzelhandels nicht Rechnung, kritisierte beispielsweise der Handelsverband Baden-Württemberg. Der Verband verwies darauf, dass sich der Handel in den vergangenen Monaten unterschiedlich entwickelt habe.

 

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